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Saturday, 11 February 2012
 
 
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ImageVfB Stuttgart - Bayer 04 Leverkusen 0:2

Der VfB unterlag am 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Gottlieb-Daimler-Stadion gegen Bayer 04 Leverkusen mit 0:2. Die Treffer erzielten Paul Freier (30.) und Dimitar Berbatov (88.). Aus VfB-Sicht war einzig das Comeback von Daniel Bierofka ein positiver Aspekt. Ohne die verletzten Timo Hildebrand (Achillessehnenbeschwerden), der sich die Partie im Fanblock mit den VfB-Anhängern anschaute, und Jesper Grønkjær (Innenbanddehnung im Knie), dafür aber wieder mit den zuletzt angeschlagenen Matthieu Delpierre (Adduktorenprobleme) und Danijel Ljuboja (Bänderanriss im Knie) in der Anfangsformation startete der VfB in sein Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen. Im Vergleich zum 1:1 in Mönchengladbach in der Vorwoche vollzog Cheftrainer Armin Veh insgesamt vier Änderungen im Team. Dirk Heinen nahm den Platz zwischen den Pfosten von Timo Hildebrand ein. Matthieu Delpierre spielte an der Seite von Markus Babbel in der Innenverteidigung, so dass Fernando Meira wieder ins Mittelfeld vorrücken konnte, was auf Kosten von Christian Gentner ging, der nur auf der Bank saß. Dies galt auch für Heiko Gerber, dessen Platz als linker Außenverteidiger Ludovic Magnin einnahm. Und der wieder genesene Danijel Ljuboja agierte im Angriff für Jesper Grønkjær.
Die Partie kam nur schleppend in die Gänge und die erste Chance resultierte aus einem von Jens Nowotny noch abgefälschten Ljuboja-Freistoß, der nach fünf Minuten nur knapp am Pfosten des Bayer-Tores vorbei flog. Die Gäste kamen ihrerseits nach einer Ecke zu einer Möglichkeit, als Dimitar Berbatov zum Kopfball hochstieg, das Spielgerät aber genau in die Arme von Dirk Heinen drückte. Und nach einer Viertelstunde versuchte sich Paul Freier mit einem Schuss aus der Drehung, nachdem der Ex-Nationalspieler von Dimitar Berbatov im Strafraum freigespielt worden war, jedoch strich sein Schuss am kurzen Pfosten des VfB-Kastens vorbei. Auf der anderen Seite bot sich Christian Tiffert in halblinker Postion die große Chance, nachdem die Abseitsfalle von Bayer nicht zugeschnappt war. Allerdings zögerte der VfB-Mittelfeldspieler zunächst zu lange und ließ sich abdrängen. Seine anschließende Flanke ins Zentrum fand keinen Abnehmer. Da die Leverkusener Hintermannschaft aber auch nur unzureichend klären konnte, bot sich Silvio Meißner noch eine Kopfballgelegenheit aus großer Distanz, die allerdings keine Gefahr heraufbeschwören konnte. Einen geschenkten Freistoß an der Strafraumgrenze – Zvonimir Soldo hatte im Zweikampf klar den Ball gespielt, Schiedsrichter Franz-Xaver Wack jedoch auf Foul entschieden – setzte Bernd Schneider nach 20 gespielten Minuten dann um gut anderthalb Meter am linken Pfosten vorbei.
Schock durch Freier nach einer halben Stunde

Mitte der ersten Hälfte brachte ein Steilpass gegen die zu weit aufgerückte Bayer-Mannschaft Jon Dahl Tomasson in halblinker Position die große Chance ein, doch der Däne zögerte zu lange, so dass der Winkel immer spitzer wurde und der mitgelaufene Fredrik Stenman noch klären konnte. Das Spiel ging auch danach weiter auf überschaubarem Niveau hin und her und Bayer erarbeitete sich eine weitere Halbchance, nachdem der Ball im VfB-Strafraum zunächst wie eine Flipperkugel von Spieler zu Spieler sprang und dann bei Carsten Ramelow landete, dessen Heber Dirk Heinen aber nicht in Verlegenheit bringen konnte. Doch nach einer halben Stunde war der VfB-Keeper dann machtlos, als die Abseitsfalle der Veh-Elf nicht zuschnappte, so dass Paul Freier in halbrechter Position alleine in Richtung Tor zusteuern konnte und mit einem präzisen Schuss ins linke untere Eck zum 0:1 für die Gäste traf. Der VfB antwortete in Person von Rechtsverteidiger Andreas Hinkel, der zunächst schön freigespielt wurde und anschließend den Abschluss suchte, jedoch war Bayers Keeper Hans-Jörg Butt dabei genauso zur Stelle wie Sekunden später bei einem Schlenzer von Danijel Ljuboja in halbrechter Position, den der Gäste-Keeper mit einem sensationellen Reflex zur Ecke lenkte. Der VfB versuchte in der Phase vor der Pause den Druck zu erhöhen, allerdings fehlte den Offensivaktionen weiterhin Esprit und vor allem Genauigkeit. Ein Beleg dafür war ein Pass von Danijel Ljuboja auf Silvio Meißner, den der aufmerksame Hans-Jörg Butt vor dem heraneilenden VfB-Mittelfeldspieler noch abfangen konnte. Dies war die letzte Gelegenheit in einer von beiden Seiten schwachen ersten Hälfte, die Bayer mit einer 1:0-Führung beendete, weil die Gäste es verstanden, einen der VfB-Fehler zu einem Tor zu nutzen.
Mit einem Doppelwechsel reagierte VfB-Trainer Armin Veh zur Pause dann auf die schwache Vorstellung seiner Elf in den ersten 45 Minuten. Andreas Hinkel und Jon Dahl Tomasson blieben in der Kabine. Für sie wirkten fortan Cacau und Mario Gomez gegen die unverändert auf den Platz zurückgekehrten Leverkusener mit. Und einer der Neuen, nämlich Mario Gomez, hatte auch gleich die Ausgleichschance, allerdings verzog der Mittelstürmer nach einer Hereingabe von der rechten Seite und setzte die Kugel am kurzen Pfosten vorbei. Das Ziel verfehlte wenig später auch Silvio Meißner, der eine Cacau-Flanke über das Tor köpfte. Eine Unsicherheit von Dirk Heinen, der eine Flanke von der linken Seite erst im Nachsetzen zu fassen bekam, konnten die Gäste derweil nicht nutzen, da kein Bayer-Akteur in ausreichender Nähe des VfB-Schlussmannes stand. Danach war wieder der VfB an der Reihe. Cacau zog aus 20 Metern ab und zwang Hans-Jörg Butt zu einer Glanztat, der die Kugel nach 52 Minuten mit Mühe über den Querbalken lenken konnte. Und nur wenig später versuchte es der Brasilianer erneut, setzte aber einen Schuss von der Strafraumgrenze über das Leverkusener Gehäuse.

Bierofkas Debüt – Berbatov mit der Entscheidung

Aller guten Dinge sind drei, dachte sich Cacau dann nach 55 Zeigerumdrehungen, als er im Anschluss an eine zu kurz abgewehrte Ecke wieder aus der Distanz abzog, aber auch im dritten Versuch das Ziel nicht fand. Der VfB versuchte weiter schnell zum Ausgleich zu kommen und war das deutlich aktivere Team, allerdings verfehlte auch Danijel Ljuboja das Gäste-Tor nach einer knappen Stunde aus 20 Metern und ließ somit eine weitere Chance liegen. Bayer konzentrierte sich derweil auf Konterangriffe und hatte nach einem Doppelpass an der Strafraumgrenze in Person von Simon Rolfes eine Möglichkeit, dessen Schuss Dirk Heinen aber wegfausten konnte. Auf der anderen Seite war Mario Gomez nach einem Querpass schneller als der aus seinem Tor geeilte Hans-Jörg Butt und legte die Kugel am Bayer-Keeper vorbei, allerdings erreichte der VfB-Angreifer das Spielgerät erst kurz vor der Torauslinie wieder und flankte ins Zentrum, wo Fredrik Stenman zur Ecke klärte, in deren Folge Ludovic Magnin zum Gewaltschuss aus 25 Metern ansetzte und die Kugel weit über den Querbalken drosch. VfB-Coach Armin Veh setzte Mitte des zweiten Durchgangs dann alles auf eine Karte und nahm mit Ludovic Magnin eine weitere Defensivkraft vom Feld. Für ihn kam Daniel Bierofka nach neunmonatiger Verletzungspause unter dem Applaus der VfB-Anhänger ausgerechnet gegen seinen Ex-Club zu seinem Bundesliga-Debüt im VfB-Trikot. Der neue VfB-Außenstürmer trat dann auch gleich einen Freistoß in den Bayer-Strafraum, den Hans-Jörg Butt nicht zu fassen bekam, was Silvio Meißner eine Kopfballchance aus spitzem Winkel einbrachte, allerdings landete der Ball nur am Außennetz. Gäste-Trainer Michael Skibbe reagierte derweil auf die verstärkte VfB-Offensive und ersetzte Torschütze Paul Freier durch den defensiven Mittelfeldspieler Gonzalo Castro. Die nächste Chance hatte aber dennoch der VfB. Mario Gomez vernaschte in halbrechter Position Bayers Verteidiger Juan, schlenzte die Kugel danach aber aus 20 Metern über das Gäste-Tor. Auch Daniel Bierofka hatte die Chance zum Ausgleich, doch dem 27-Jährigen rutschte die Kugel in zentraler Position über den Spann, so dass sein Schuss in die Wolken ging. Bei Bayer kam unterdessen acht Minuten vor dem Ende mit Marko Babic für Tranquillo Barnetta ein weiterer frischer Akteur auf den Platz. Sekunden nach diesem Wechsel war es Danijel Ljuboja, der sich freigespielt in halbrechter Position den Ball zu weit vorlegte, weshalb einmal mehr der herauseilende Hans-Jörg Butt im Tor der Leverkusener zupacken und die Situation entschärfen konnte. Ein Ballverlust im Mittelfeld führte zwei Minuten vor Schluss schließlich zum zweiten Gegentreffer. Marko Babic konnte unbehelligt vom linken Flügel auf den freistehenden Dimitar Berbatov flanken, der per Kopf Dirk Heinen keine Chance ließ und zum 2:0-Endstand eindrückte.

Der VfB unterlag gegen ein keineswegs überzeugendes Bayer-Team am Ende verdientermaßen. Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde nutzten die Gäste einen Fehler in der Defensive eiskalt zur Pausenführung aus. In der Folge versuchte das Team von Armin Veh vor und unmittelbar nach dem Pausenpfiff Druck aufzubauen. Allerdings fehlten auch in dieser Phase die klaren Chancen, so dass das Anrennen mehr oder weniger vergebens war. Mit dem zweiten Gegentor machten die Leverkusener kurz vor Schluss dann den Sack endgültig zu und entführten die drei Zähler aus Stuttgart.

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