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Beigesteuert von Ralf   
ImageHertha BSC Berlin - VfB Stuttgart 2:0

Der VfB unterlag am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei Hertha BSC Berlin mit 0:2. Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgte Marcelinho per Doppelpack im zweiten Durchgang für den Sieg der Hausherren. Der Brasilianer traf per Distanzschuss und mit einem Foulelfmeter. Drei Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh beim Auswärtsspiel in Berlin im Vergleich zur Vorwoche und der 0:2-Niederlage im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion gegen Bayer Leverkusen in seiner Startformation vor. In der Viererabwehrkette gab Heiko Gerber anstelle von Ludovic Magnin den Linksverteidiger und im Mittelfeld rückte Mario Carevic erstmals unter Armin Veh in die Anfangself. Der Kroate agierte im 4-3-3-System im zentralen offensiven Mittelfeld als Spielgestalter. Der dritte und letzte Neue im Team war Mario Gomez, der für den verletzten Jon Dahl Tomasson (Probleme an der Fußsohle) in die Mannschaft kam. Im Tor stand derweil wie in der Vorwoche Dirk Heinen, da Timo Hildebrand aufgrund seiner Achillessehnenprobleme weiter passen musste.
Nach dreieinhalb belanglosen Anfangsminuten hatten die Hausherren in Person des Brasilianers Gilberto die erste Chance. Marko Pantelic konnte sich am linken Flügel durchsetzen und passte quer ins Zentrum, wo der Linksfuß aber zu lange zögerte und dann aus Nahdistanz mit einem noch leicht abgefälschten Schuss an Dirk Heinen scheiterte. Die Berliner blieben zunächst das aktivere Team und erarbeiteten sich nach acht Minuten eine weitere Gelegenheit. Sofian Chahed nahm einen zu kurz geklärten Ball aus gut 22 Metern direkt und setzte die Kugel nur knapp über das VfB-Tor. Auch nach einer Viertelstunde gab der VfB seine abwartende Haltung nicht auf und ließ die Berliner kommen, die ihre optische Dominanz jedoch nicht in klare Chance ummünzen konnten. Schiedsrichter Florian Meyer sorgte nach 18 Minuten dann für Unmut bei den VfB-Fans, weil er Matthieu Delpierre nach einem normalen Zweikampf mit Marko Pantelic auf Höhe der Mittellinie die gelbe Karte zeigte, was für den Franzosen die fünfte Verwarnung in der laufenden Runde war, so dass der 24-Jährige am nächsten Samstag gegen Nürnberg zum Zuschauen verdammt sein wird. Fußballerisch ging es mit einem Distanzschuss von Kevin-Prince Boateng weiter, der aber letztlich weit über das VfB-Tor strich. Wesentlich gefährlicher war ein Versuch von Yildiray Batürk nach 22 Minuten. Den gefährlichen Linksschuss des Türken wehrte Dirk Heinen bravourös zur Ecke ab, in deren Folge er noch einen Schuss von Gilberto parieren musste, der dem VfB-Keeper einige Mühe machte.
Schock durch Marcelinho unmittelbar nach der Pause

Bis zur ersten Annäherung des VfB an das Berliner Tor dauerte es 28 Minuten. Heiko Gerber fasste sich ein Herz und zog aus 23 Metern ab, verfehlte das Ziel aber letztlich weit. Auf der anderen Seite war es der bei einem Eckstoß von Yildiray Bastürk aufgerückte Hertha-Abwehrchef Dick van Bürk, der freistehend zum Kopfball kam, die Kugel aber zu hoch platzierte. Mario Carevic versuchte sich nach 35 Minuten mit einem direkten Freistoß aus großer Distanz und fand dabei nur die Arme des Berliner Schlussmanns Christian Fiedler. Im Gegenzug suchte Yildiray Bastürk aus 22 Metern den Abschluss, allerdings verzog der Türke dabei weit. Der VfB kam in den letzten Minuten vor der Pause etwas mehr aus der Deckung heraus und deshalb selbst zu der einen oder anderen Offensivsituation, jedoch fehlte oft die notwendige Präzision wie beispielsweise bei einer Flanke von Mario Carevic, die am Fünfmeterraum mit Danijel Ljuboja und Mario Gomez gleich zwei Spieler nicht verwerten konnten. Fünf Minuten vor der Pausenpfiff war Mario Gomez dann wesentlich näher an einem Erfolgserlebnis, als er ein Zuspiel von Fernando Meira an der Strafraumgrenze annahm, sich um seinen Gegenspieler drehte und dann den Abschluss suchte. Sein Schuss strich jedoch über das Hertha-Tor. Aber auch die Hausherren blieben gefährlich, so nach einem Freistoß von Gilberto, den Marko Pantelic per Kopf auf das Tor beförderte, aber Dirk Heinen war zur Stelle und packte sicher zu, so dass es torlos in die Kabinen ging.
Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Die Partie war kaum wieder angepfiffen und der VfB lag schon im Hintertreffen. Zunächst wurde Kevin-Prince Boateng nicht energisch genug beim Passspiel gestört, so dass der Mittelfeldspieler ungehindert den Ball zu Marcelinho weitergeben konnte. Der Brasilianer drehte sich kurz und zog danach einfach ab. Sein Schuss landete, unhaltbar für Dirk Heinen, in linken oberen Toreck zur 1:0-Führung der Gastgeber. Fünf Minuten später hatte Marcelinho den zweiten Treffer auf dem Fuß, als er nach einem Pass in die Tiefe in halbrechter Position frei vor Dirk Heinen stand, dann aber per Außenrist die Kugel am langen Pfosten vorbeisetzte.

War Soldos Kopfball hinter der Linie?

Danach wachte der VfB auf und erarbeitete sich zwei sehr gute Chancen. Einen Freistoß von Mario Carevic köpfte Zvonimir Soldo gegen die Laufrichtung von Christian Fiedler in die rechte Ecke. Der Berliner Keeper fischte den Ball mit großer Mühe von der Linie, wobei letztlich nicht klar zu erkennen war, ob die Kugel nicht doch schon in vollem Umfang hinter der Linie war und der VfB somit um den möglichen Ausgleich gebracht wurde. Dieser wäre Sekunden danach auch beinahe Danijel Ljuboja gelungen, dessen beherzten Schuss aus 25 Metern Fiedler mit einer neuerlichen Glanztat zur Ecke lenkte. Nach 65 Minuten reagierte VfB-Cheftrainer Armin Veh und wechselte zum ersten Mal aus. Jesper Grønkjær ersetzte fortan Christian Tiffert. Die nächste Chance gehörte jedoch den Berlinern. Yildiray Bastürk flankte auf den freistehenden Marcelinho, der im Strafraum aber zu lange zögerte und sich vom nachrückenden Andreas Hinkel noch den Ball vom Fuß nehmen ließ. Mitte der zweiten Hälfte sollte dann bereits die Vorentscheidung fallen. Yildiray Bastürk spielte sich auf der linken Seite in den VfB-Strafraum und nahm das lange Bein des grätschenden Markus Babbel gerne an, um sich einzuhaken und einen Elfmeter herauszuholen. Marcelinho verwandelte den Strafstoß sicher ins linke obere Eck zum 2:0. Eine Viertelstunde vor dem Ende versuchte Armin Veh mit dem zweiten Wechsel noch einmal eine Wende herbeizuführen, die freilich ausbleiben sollte. Für den fleißigen Mario Gomez kam Cacau ins Spiel und damit eine frische Offensivkraft. Die Akzente setzten aber weiterhin die Berliner. Gilberto nahm eine Kopfballverlängerung von Marko Pantelic elf Minuten vor Schluss nach einem Stellungsfehler in der VfB-Defensive dankend an und schlenzte die Kugel von der Strafraumgrenze aus um Haaresbreite am linken Pfosten des VfB-Kastens vorbei. Hertha-Coach Falko Götz verstärkte acht Minuten vor Schluss derweil die Defensive und ersetzte Außenbahnspieler Kevin-Prince Boateng durch Nico Kovac. Auch der Doppeltorschütze Marcelinho durfte wenig später verfrüht Feierabend machen. Für ihn kam Andreas Neuendorf genauso noch zu einem Kurzeinsatz, wie Sekunden danach Pal Dardai, der Yildiray Bastürk ersetzte. Kurz danach pfiff der nicht immer souveräne Schiedsrichter Florian Meyer die Partie dann ab.

Der VfB bot in der Summe im Berliner Olympiastadion zu wenig, um am Ende etwas Zählbares mitnehmen zu können. Ging die Taktik, aus einer sicheren Defensive zu kontern, im ersten Durchgang noch auf, so war das frühe 1:0 nach Wiederbeginn ein Nackenschlag, von dem sich die Veh-Elf nicht wirklich erholen konnte. Lediglich Zvonimir Soldos Kopfball und der stramme Schuss von Danijel Ljuboja brachten das Tor der Hausherren wirklich in Gefahr, die mit dem verwandelten Elfmeter wenig später den Sack vollends zumachten und verdient die drei Punkte behielten.

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