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Friday, 30 July 2010
 
 
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Beigesteuert von Ralf   
ImageVfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt 0:2

Der VfB unterlag am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga vor ausverkauftem Haus im Gottlieb-Daimler-Stadion der Frankfurter Eintracht mit 0:2. Mitten in der Drangphase der Veh-Elf schockten die Hessen den VfB mit einem Doppelschlag durch Alex Meier und Ioannis Amanatidis, der per Strafstoß traf.
Zwei Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startelf beim Heimspiel gegen die Frankfurter Eintracht im Vergleich zum 3:3 am vergangenen Sonntag in Hannover vor. Der junge Andreas Beck ersetzte in der Viererabwehrkette Ludovic Magnin als Linksverteidiger. Zudem kehrte der in der Vorwoche gelb-gesperrte Fernando Meira in den Abwehrverbund zurück und agierte neben Matthieu Delpierre in der Innenverteidigung, so dass Kapitän Zvonimir Soldo wieder auf seiner angestammten Position im zentralen defensiven Mittelfeld in einer 4-4-2-Formation mit einer Raute im Mittelfeld spielen konnte.
Obwohl beide Teams engagiert begannen, dauerte es lange bis zur ersten Chance, da beide Defensivreihen zunächst nicht viel zuließen und somit Tormöglichkeiten nicht vorhanden waren. Erst in der 14. Minute näherte sich Silvio Meißner als Erster dem Tor an, als der Mittelfeldspieler eine Ecke von Thomas Hitzlsperger am linken Pfosten vorbeiköpfte. Richtig gefährlich wurde es derweil in Minute 18. Jesper Grønkjær schickte seinen Landsmann Jon Dahl Tomasson steil, der in halbrechter Position ins Zentrum flankte, wo der durchgestartete Grønkjær aber genauso nicht an den Ball kam, wie Danijel Ljuboja im Anschluss an einen missglückten Abwehrversuch der Gäste. Die erste Halbchance für die Hessen gab es praktisch im Gegenzug zu sehen. Alex Meier bediente mit einem Pass Ioannis Amanatidis, der aber zu weit abgedrängt wurde und aus spitzem Winkel nicht mehr richtig zum Abschluss kam. Bis zur nächsten Torchance sollte es dann wieder einige Zeit dauern. Erst nach einer knappen halben Stunde geriet auch das VfB-Tor zum ersten Mal in Gefahr. Bei einem Pass auf Stefan Lexa am rechten Flügel schnappte die Abseitsfalle nicht zu, weshalb der Österreicher unbehelligt flanken konnte, doch im Zentrum kam der freistehende Ioannis Amanatidis nicht ganz hinter den Ball und drückte deshalb die Kugel am langen Pfosten vorbei. Der VfB kam danach im Anschluss an eine Eintracht-Ecke zu einer guten Konterchance. Jesper Grønkjær trieb den Ball durchs Mittelfeld und bediente den mitgelaufenen Andreas Beck auf der rechten Seite, doch dessen Hereingabe war halb Flanke, halb Torschuss, weshalb Danijel Ljuboja im Strafraum nicht an das Spielgerät herankam und das Eintracht-Tor nicht wirklich in Gefahr geriet.
Cacaus Lattentreffer konterte Meier mit dem 0:1

Wenig später war VfB-Angreifer Danijel Ljuboja dann aber kurz davor, das Ziel zu finden. Nach 33 Minuten zog der Serbe aus 25 Metern ab und verfehlte das Tor der Gäste dabei nicht allzu weit. Auch Silvio Meißner hätte Sekunden später aus ähnlicher Distanz die Chance gehabt, Frankfurts Keeper Oka Nikolov zu prüfen, doch nach Vorlage von Jon Dahl Tomasson trat der defensive Mittelfeldspieler in aussichtsreicher Position über die Kugel und ließ damit eine weitere Chance liegen. Sieben Minuten vor der Pause war es dann erneut Ex-VfB-Spieler Ioannis Amanatidis, der für die Hessen etwas Brauchbares zustande brachte. Weil der VfB im Mittelfeld nicht aggressiv genug zu Werke ging und zudem in dieser Situation die Abseitsfalle nicht zuschnappte, konnte der Grieche in Richtung VfB-Tor stürmen. Von Fernando Meira noch attackiert kam Amanatidis aber aus 18 Metern trotzdem zum Abschluss und zwang Timo Hildebrand damit zu seiner ersten wirklichen Parade im Spiel. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr wirklich viel, so dass es torlos in die Kabinen ging.
Aus diesen kehrten beide Teams unverändert zurück zum zweiten Durchgang auf den grünen Rasen. Den ersten Aufreger gab es gleich nach wenigen Sekunden. Danijel Ljuboja hob die Kugel in halbrechter Position in den Lauf von Jon Dahl Tomasson, der freie Bahn gehabt hätte, aber beim Abspiel seines Sturmpartners knapp im Abseits gestanden war. Fünf Minuten nach Wiederbeginn entschloss sich Armin Veh dann doch zu wechseln und brachte mit Cacau für den defensiven Meißner einen weiteren Angreifer ins Spiel. Was folgte war ein Gewitter, allerdings nicht verbaler Art durch einer der beiden Trainer, sondern in Form eines für den April typischen Wetterumschwungs innerhalb weniger Minuten, der es den Akteuren nicht einfacher machte. Der eingewechselte Cacau schien mit den veränderten Bedingungen unterdessen am besten zurechtzukommen, denn nach einer Ecke von Thomas Hitzlsperger drosch der Brasilianer die Kugel per Direktabnahme an die Querlatte des Frankfurter Kastens. Als Nächster versuchte sich kurze Zeit später Danijel Ljuboja, der einen Freistoß in halbrechter Position und aus großer Distanz links am Tor der Hessen vorbeischoss. Mitten im Angriffswirbel des VfB folgte der Doppelschock durch die Gäste. Zunächst spielten Patrick Ochs und Stefan Lexa am rechten Flügel Doppelpass, in dessen Folge der Österreicher in die Mitte flankte und den Kopf des ungedeckten Alex Meier fand, der aus Nahdistanz zum 0:1 verwandelte.

Amanatidis per Strafstoß zum 0:2

Und nur zwei Minuten später griff Matthieu Delpierre im Strafraum nicht energisch genug gegen Christopher Reinhard an, auch weil der Franzose sich auf seinen Keeper Timo Hildebrand verlassen hatte und ihn näher am Ball wähnte als dieser tatsächlich war. Die Folge war ein Foul von Delpierre am Frankfurter, das mit einem Strafstoß geahndet wurde, den Ioannis Amanatidis eiskalt zum 0:2 verwandelte. Armin Veh reagierte auf das zweite Gegentor umgehend und brachte mit Christian Tiffert für Thomas Hitzlsperger einen frischen Mittelfeldspieler in die Partie, um neue Akzente zu setzen. Da dem VfB der Schock der beiden schnellen Gegentore auch in den folgenden Minuten anzumerken war und sich die Veh-Elf in ihren Bemühungen schwer tat, folgte zwanzig Minuten vor Schluss der dritte Wechsel. Mario Gomez verstärkte die Offensive, für ihn ging Jon Dahl Tomasson vom Feld. Die nächste Chance hatte dessen Landsmann Jesper Grønkjær, der mit einem Distanzschuss das Tor der Hessen aber verfehlte. Eine Viertelstunde vor dem Ende wechselte dann auch Eintracht-Coach Friedhelm Funkel erstmals aus und brachte für Christopher Reinhard den Südkoreaner Du-Ri Cha ins Spiel, das danach vor sich hinplätscherte, da die Eintracht nicht mehr tat als notwendig und der VfB nach dem Doppelschlag nicht mehr in der Lage war, eine Antwort zu geben. Erst zehn Minuten vor dem Abpfiff sorgte Mario Gomez mit einem Schuss aus der Drehung von der Strafraumgrenze aus mal wieder für etwas Gefahr, allerdings ging auch sein Versuch am Tor vorbei. Auf der anderen Seite war es Alex Meier, der sieben Minuten vor dem Ende aus der Distanz die Lattenoberkante traf, auch weil die VfB-Spieler in dieser Situation keine allzu großen Anstalten machten, den Frankfurter Mittelfeldspieler am Schuss zu hindern. Christoph Preuß ersetzte unmittelbar danach Stefan Lexa auf Frankfurter Seite und kam somit nach langer Verletzungspause noch zu einem Kurzeinsatz. Da der VfB den Gästen in der Schlussphase die Räume zum Kontern bot, hätte die Niederlage noch höher ausfallen können, denn Ioannis Amanatidis lief nach einem Pass von Alex Meier alleine auf Timo Hildebrand zu, legte sich aber den Ball zu weit vor und vergab dadurch eine weitere Großchance. Wenig später hatte der ehemalige VfB-Akteur wieder freie Bahn und suchte mit einem Querpass seinen mitgelaufenen Kollegen, aber Fernando Meira konnte einen dritten Einschlag im VfB-Kasten verhindern. Danach pfiff Schiedsrichter Wolfgang Stark die Partie dann ab.

Der VfB unterlag gegen die Eintracht verdientermaßen. Nach einer von beiden Seiten schwachen ersten Hälfte machte die Veh-Elf unmittelbar nach Wiederbeginn mächtig Druck und hatte bei Cacaus Lattentreffer das Führungstor auf dem Fuß. Zwei individuelle Fehler rissen die Veh-Elf aber dann aus allen Träumen und ermöglichten den Hessen einen Zwei-Tore-Vorsprung innerhalb kürzester Zeit, von dem sich der VfB nie mehr erholen konnte. Die Eintracht spielte den Sieg anschließend ohne große Mühe über die Runden und nahm die drei Zähler mit auf die Heimreise.

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