| «Totalschaden» beim VfB - Horst Heldt droht Spielern mit Rauswurf |
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| Beigesteuert von Ralf | |
Nach dem Tiefpunkt einer ohnehin verkorkstenSaison wird beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart mit eisernem Besen gekehrt. Im Sommer soll die Mannschaft «ein neues Gesicht erhalten», sagen Trainer Armin Veh und Teammanager Horst Heldt unisono. Doch noch ist die Runde nicht beendet und vor dem nächsten Auswärtsspiel ausgerechnet beim FC Bayern München am 3. Mai fordert Nationaltorwart Timo Hildebrand von seinen Kollegen: «In den letzten drei Spielen müssen wir noch versuchen, Versöhnungsarbeit zu leisten.» Heldt, kaum mehr als 100 Tage im Amt, muss nun den harten Hund spielen und das fällt dem Ex-Profi anscheinend nicht schwer. «Wenn nun einer die Saison als beendet ansieht, schmeiß ich ihn raus», kündigte er nach der endgültig verpassten UEFA-Cup-Teilnahme an. Nach dem blamablen 0:2 (0:0) gegen Eintracht Frankfurt, der fünften Heimniederlage in dieser Saison, ist die öffentliche Kritik vernichtend. «Sportlichen Totalschaden», vermeldete die «Stuttgarter Zeitung» (Montag-Ausgabe). «Schämt euch, ihr Versager», titelte «Bild» und definierte den Begriff VfB neu: «Verein für Bequeme». Für die «Stuttgarter Nachrichten» ist der Tabellen-Achte «ein Team ohne Zukunft». Pech nur für die Verantwortlichen, dass bis auf Danijel Ljuboja (Leihgabe von Paris St. Germain) und Kapitän Zvonimir Soldo, der vor einem Wechsel zum 1. FC Köln steht, alle Profis Verträge bis mindestens 30. Juni 2007 haben. Trotzdem ist Heldt davon überzeugt, dass er einige Spieler von einem Wechsel überzeugen kann. «Ich gehe davon aus, dass alle Fußball spielen und nicht auf der Tribüne sitzen oder bei den Amateuren eingesetzt werden wollen», sagte er in der SWR-Fernsehsendung «Sport im Dritten» am Sonntagabend. «Wir haben eine klare Vorstellung davon, wer nächste Saison noch bei uns ist und wer keine große Rolle mehr spielt.» Als Neuzugang hat sich der VfB zwar den brasilianischen Mittelfeldspieler Antonio da Silva vom FSV Mainz 05 geangelt. Doch angesichts der sportlichen Misere, so Heldt, «wird es vielen Spielern, mit denen wir in Kontakt stehen, nun nicht leicht fallen, zum VfB zu kommen». Trainer Veh, der vier Tage nach seiner Vertragsverlängerung von seinen Spielern im Regen stehen gelassen wurde, steckt in dem Dilemma, nicht alle Profis verdammen zu können, weil er in der nächsten Saison mit einigen von ihnen die Wende schaffen muss. «Es ist nicht so, dass die Mannschaft schlechte Charaktere hat», meinte der 45 Jahre alte Nachfolger von Giovanni Trapattoni einerseits. Im Rückblick auf die Vorstellung gegen Frankfurt stellte er aber auch fest: «In ein paar Aktionen fehlte einfach das Herzblut.» In der neuen Runde werde jedenfalls ein anderer Wind wehen - «von Anfang an. Da verpasse ich keine Sekunde.» |
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