| Sieg zum Abschied |
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| Beigesteuert von Ralf | |
VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 2:1 Der VfB bereitete am Ende einer enttäuschenden Saison seinem Kapitän Zvonimir Soldo einen versöhnlichen Heimspiel-Abschluss und gewann gegen den VfL Wolfsburg nach einem 0:1-Rückstand durch Juan Carlos Menseguez noch mit 2:1. Danijel Ljuboja per Strafstoß und Christian Gentner trafen für die Veh-Elf. Im Vergleich zur schwachen Leistung bei der 1:3-Niederlage unter der Woche beim FC Bayern München veränderte VfB-Cheftrainer Armin Veh seine Startformation beim letzten Heimspiel der Saison gegen den VfL Wolfsburg auf vier Positionen. Veh kehrte auch wieder zum klassischen 4-4-2-System zurück, nachdem der Versuch mit einer Dreierabwehrreihe in München daneben gegangen war. In der Viererkette spielte Andreas Beck auf der rechten Seite und machte damit auf links Platz für Ludovic Magnin, der neu ins Team kam. Andreas Hinkel rückte aus der Abwehrreihe ins Mittelfeld, wo mit Christian Gentner und Thomas Hitzlsperger zwei weitere frische Akteure zu finden waren. Im Sturm agierte derweil Cacau an der Seite von Danijel Ljuboja. Für Markus Babbel, Jesper Grønkjær und Jon Dahl Tomasson blieb damit nur ein Platz auf der Bank, Christian Tiffert verfolgte die Partie gar von der Tribüne aus. Im letzten Heimspiel von VfB-Kapitän Zvonimir Soldo zeigte sich der VfB bereits in den neuen Trikots der kommenden Spielzeit 2006/07 und begann engagiert. Knapp drei Minuten dauerte es bis zur ersten Gelegenheit. Danijel Ljuboja flankte vom rechten Flügel und fand den Kopf von Christian Gentner, der die Kugel aber nicht voll erwischte und das Ziel deshalb weit verfehlte. Doch die kalte Dusche folgte prompt. Ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld brachte Juan Carlos Menseguez in Position, der am rechten Flügel auf und davon stürmte. Matthieu Delpierre versuchte den Argentinier im Strafraum noch am Torabschluss zu hindern, doch den platzierten Schuss ins lange Eck konnte der VfB-Innenverteidiger genauso nicht verhindern wie der chancenlose Timo Hildebrand zwischen den Pfosten, so dass es bereits nach fünf Minuten 0:1 hieß. Die erste richtige VfB-Chance hatte Andreas Hinkel in der elften Minute, der bedient von seinem Namensvetter Beck, zunächst im Strafraum Miroslav Karhan ausspielte und dann mit einem strammen Schuss VfL-Schlussmann Simon Jentzsch prüfte, der freilich sicher zupacken konnte. 17 Minuten waren im Gottlieb-Daimler-Stadion gespielt, als Marian Hristov im eigenen Strafraum eine Freistoßflanke von Thomas Hitzlsperger vor Zvonimir Soldo mit der Hand klärte, weshalb Schiedsrichter Peter Sippel zurecht auf Strafstoß entschied. Danijel Ljuboja nahm sich der Aufgabe an und verwandelte sicher zum 1:1-Ausgleich, obwohl Simon Jentzsch die Ecke geahnt hatte. Hildebrands tolle Parade kurz vor Pausenpfiff Der junge Andreas Beck hatte beim VfB nicht nur mit die meisten Ballkontakte, sondern nach gut 20 Minuten auch die nächste Chance, seinen Schuss aus 23 Metern parierte aber Simon Jentzsch. Auf der anderen Seite scheiterte Stefan Schnoor mit einem Freistoß am rechten Strafraumeck an der VfB-Mauer, den Abpraller schoss Peter van der Heyden schließlich Timo Hildebrand genau in die Arme. In den folgenden Minuten plätscherte die Partie bei sommerlichen Temperaturen vor sich hin und erst nach einer knappen halben Stunde kam bei einem Distanzschuss von Thomas Hitzlsperger mal wieder etwas Torgefahr auf, wenngleich der Linksfuß die Kugel am Ende doch deutlich über die Querlatte setzte. Die Gäste aus Wolfsburg kamen nach 33 Minuten das nächste Mal vor das Tor von Timo Hildebrand, der aber mit einem Kopfball von Peter van der Heyden nach einem Freistoß von der linken Seite nur wenig Mühe hatte. Der VfB war weiter das engagiertere Team, ohne seine optische Überlegenheit in klare Chancen ummünzen zu können. Ein Freistoß von Thomas Hitzlsperger wurde in aussichtsreicher Position geblockt und nach einem Durcheinander in der VfL-Abwehr im Anschluss an eine Ecke, trat Matthieu Delpierre 16 Meter vor dem Tor über den Ball. Erst danach wurde es wieder richtig gefährlich, denn ein langer Ball von Zvonimir Soldo fand auf der rechten Seite Andreas Hinkel, der im Strafraum zwar Hans Sarpei ausspielen konnte, dann aber im herausstürzenden Simon Jentzsch seinen Meister fand, der geschickt den Winkel verkürzt hatte und seinen Schuss abwehrte. Zwei Minuten vor der Pause bewahrte dann Timo Hildebrand mit einem sensationellen Reflex sein Team vor einem neuerlichen Rückstand, als Diego Klimowicz eine Hereingabe von Rick Hoogendorp direkt und hart aufs Tor schoss, die Faust des VfB-Keepers aber nach oben schnellte und Schlimmeres verhinderte. Cacau hatte im Gegenzug nach Zuspiel von Danijel Ljuboja eine weitere Möglichkeit für die Veh-Elf, kam aber beim Versuch die Flanke direkt zu verwerten, nicht richtig hinter den Ball und verfehlte das Ziel deshalb deutlich. Somit ging es mit einem 1:1-Remis in die Kabinen. Zum zweiten Durchgang kehrte der Gast aus Wolfsburg auf einer Position verändert zurück auf den Platz. Cedric Makiadi ersetzte Miroslav Karhan. VfB-Cheftrainer Armin Veh schickte derweil dieselbe Elf auf den Platz, die die ersten 45 Minuten bestritten hatte. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte der VfL durch einen Freistoß an der Strafraumgrenze, aber Stefan Schnoor drosch die Kugel aus halbrechter Position in die VfB-Mauer, so dass Timo Hildebrand nicht eingreifen musste. Traumtor von Gentner brachte den Sieg Im Gegenzug flankte Andreas Hinkel von der rechten Seite, doch im Zentrum nahm Christian Gentner etwas unglücklich vor dem heranstürmenden Cacau den Ball mit, so dass der Brasilianer nicht zum Abschluss kam. Diesen fand wenig später Danijel Ljuboja nach einem weiten Ball von Thomas Hitzlsperger, aber der Serbe scheiterte mit einem Schuss aus halbrechter Position an Simon Jentzsch. In den folgenden Minuten tat sich dann nicht allzu viel, da der VfB nicht zielstrebig genug agierte und Wolfsburg die Nachlässigkeiten der Veh-Elf in der Defensive nicht auszunutzen verstand. Erst nach einer guten Stunde wurde es wieder spannend. Verantwortlich dafür war Timo Hildebrand, der außerhalb seines Strafraumes klären wollte und dabei die Kugel nicht richtig traf, was Cedric Makiadi zum Torschuss einlud, aber der VfB-Schlussmann machte seinen eigenen Fehler wieder gut und war rechtzeitig zurückgeeilt, um den Versuch des Deutsch-Kongolesen abzufangen. Auf der anderen Seite versuchte sich Cacau mit einem Drehschuss von der Strafraumgrenze aus, setzte den Ball aber über das Tor. Auch Thomas Hitzlsperger hatte danach kein Glück, denn sein Distanzschuss nach Vorarbeit von Danijel Ljuboja ging weit am Tor vorbei. Als Andreas Beck nach 70 Minuten vom rechten Flügel flankte, fühlte sich niemand in der Wolfsburger Hintermannschaft für Christian Gentner zuständig, der die Einladung dankend annahm und mit einem herrlichen Volleyschuss aus acht Metern zum 1:1 traf. Simon Jentzsch hatte dabei keine Abwehrchance. Unmittelbar nach der VfB-Führung wechselten beide Trainer aus. Bei Wolfsburg kam Mike Hanke für Rick Hoogendorp und beim VfB ersetzte Mario Gomez im Angriff Cacau. Und nur zwei Minuten danach brachte Klaus Augenthaler mit Christopher Lamprecht für Marian Hristov einen weiteren frischen Spieler in die Partie. Die nächste Chance hatte aber Facundo Quiroga, dessen gefährlichen Kopfball nach einer Ecke Andreas Beck gerade noch von der Linie schlagen konnte. Ein Freistoß des eingewechselten Mike Hanke landete derweil wenig später in den Armen von Timo Hildebrand. Neun Minuten vor Schluss kam beim VfB dann noch Silvio Meißner für Thomas Hitzlsperger ins Spiel, in dem Danijel Ljuboja die nächste Chance hatte. Seinen Flachschuss wehrte Simon Jentzsch aber zur Ecke ab, in deren Folge Zvonimir Soldo zum Kopfball kam, Jentzsch aber nicht überwinden konnte. Eine Freistoßflanke von Christopher Lamprecht wurde fünf Minuten vor Schluss vor allem deshalb gefährlich, weil die Hereingabe niemand erwischte und der Ball deshalb nur knapp am langen Pfosten vorbeistrich. In der 90. Minute erhoben sich die 31.000 Zuschauer dann von den Sitzen, denn Zvonimir Soldo wurde in seinem letzten Heimspiel Sekunden vor Schluss unter dem Beifall des Publikums verabschiedet und durch Heiko Gerber ersetzt. Der VfB gewann gegen Wolfsburg glücklich, aber nicht unverdient. Nach dem frühen Rückstand präsentierte sich die Veh-Elf nicht in überragender Verfassung, aber dennoch leicht formverbessert im Vergleich zu den zurückliegenden Partien. Nach dem Ausgleich durch Danijel Ljubojas verwandelten Handelfmeter tat der VfB mehr für das Spiel und wurde durch den Siegtreffer von Christian Gentner belohnt. Der VfL verstand es derweil nicht, die durch Nachlässigkeiten der VfB-Defensive sich bietenden Chancen gewinnbringend zu verwerten. |
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VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 2:1 


