| Zwei Tore reichten nicht |
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FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 3:2 Der VfB unterlag zum Abschluss der Bundesligasaison 2005/06 auf Schalke trotz zweimaliger Führung mit 2:3. Thomas Hitzlsperger und Cacau trafen für die Veh-Elf, Ebbe Sand und Marcelo José Bordon glichen jeweils aus, ehe Tomasz Waldoch noch das Siegtor glückte. Im letzten Saisonspiel beim FC Schalke 04 veränderte VfB-Cheftrainer Armin Veh seine Startelf im Vergleich zum zurückliegenden 2:1-Heimerfolg in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg auf drei Positionen. Für den scheidenden und am Blinddarm operierten Zvonimir Soldo rückte Silvio Meißner ins defensive Mittelfeld und übernahm auch gleich noch die Kapitänsbinde des Kroaten. Zudem bildeten Mario Gomez und Jon Dahl Tomasson das Angriffsduo und ersetzten damit Cacau und Danijel Ljuboja, wobei Letzterer nicht zum VfB-Aufgebot gehörte. Noch nicht mal eine Minute war gespielt, als sich Mario Gomez gleich auf den Weg in Richtung Schalker Tor machte, selbiges aber aus der Distanz verfehlte. Die erste Chance des Gastgebers resultierte aus einer Nachlässigkeit von Fernando Meira an der Torauslinie gegen Gustavo Varela. Der Uruguayer konnte sich im Nachsetzen gegen den VfB-Innenverteidiger behaupten und ins Zentrum passen, wo aber Ex-VfB-Stürmer Kevin Kuranyi an Silvio Meißner hängen blieb und deshalb nicht zum Torabschluss kam. Die Antwort des VfB kam nach zehn Minuten. Christian Gentner spielte am rechten Strafraumeck gekonnt Doppelpass mit einem Kollegen und legte danach die Kugel quer zu Jon Dahl Tomasson, dessen Schuss Frank Rost erst im Nachfassen parierte, aber noch früh genug, um ein Eingreifen von Gentner zu verhindern, der auf die zweite Chance gelauert hatte. Auch danach blieb die Veh-Elf zunächst das aktivere Team, ohne dabei die ganz große Torgefahr entwickeln zu können. Gefährlich wurde es auf der anderen Seite nach etwas mehr als einer Viertelstunde, denn Ebbe Sand köpfte einen Lincoln-Freistoß auf das VfB-Tor, aber Timo Hildebrand war zur Stelle und packte sicher zu. Kevin Kuranyi versuchte sich etwas später in halblinker Position aus spitzem Winkel, fand dabei aber seinen Meister in Timo Hildebrand. Auch der ehemalige VfB-Verteidiger Marcelo José Bordon hatte das Visier Mitte der ersten Hälfte nicht richtig eingestellt, als sein Kopfball nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite links am Kasten vorbei flog. Jon Dahl Tomasson erkämpfte sich unterdessen nach 25 Minuten im Mittelfeld den Ball und schickte anschließend Mario Gomez steil, der die Kugel wieder zurück ins Zentrum auf den Dänen passte. Zu einem VfB-Treffer reichte es aber trotzdem nicht, denn der herausstürzende Frank Rost konnte noch retten, da der VfB-Angreifer sich die Kugel etwas zu weit vorgelegt hatte. Hitzlsperger traf zur Führung, Sand besorgte den Ausgleich Kevin Kuranyi verpasste nach einer halben Stunde nach einem schönen Pass von Rafinha den Abschluss zur rechten Zeit, weshalb Fernando Meira noch entscheidend eingreifen und zur Ecke klären konnte. 33 Minuten waren in der Arena auf Schalke gespielt, als Mario Gomez von der linken Seite flankte, Jon Dahl Tomasson im Zentrum nicht an den Ball kam und Schalkes Keeper Frank Rost im Strafraum nicht wirklich souverän agierte. Er ließ den Ball passieren, so dass Andreas Beck am rechten Flügel die Kugel zurück auf Tomasson passen konnte, dessen punktgenaue Flanke den Kopf von Thomas Hitzlsperger fand, der nahezu mühelos aus Nahdistanz zum 0:1 vollendete. Die Freude der VfB-Fans wäre beinahe nur wenige Sekunden später schon wieder vorbei gewesen, als Timo Hildebrand einen an sich harmlosen Schuss von Lincoln passieren ließ. Die Nummer eins des VfB war aber im Glück, da der Ball am linken Pfosten endete und er das Spielgerät danach noch aufnehmen konnte. Im Gegenzug fand ein langes Zuspiel Andreas Hinkel in halblinker Position, doch Frank Rost im Schalker Kasten hatte mitgespielt und schlug den Ball außerhalb seines Strafraumes noch aus der Gefahrenzone. Schalkes Nationalspieler Fabian Ernst fasste sich vier Minuten vor dem Pausenpfiff ein Herz und marschierte in Richtung VfB-Tor, konnte allerdings mit seinem Schuss aus halblinker Position Timo Hildebrand nicht wirklich fordern. Dies war zugleich die letzte Chance einer ansprechenden ersten Hälfte, die der VfB nicht unverdient mit einer Führung beenden konnte. Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Die erste Chance hatte Ludovic Magnin, dessen Rechtsschuss von der Strafraumgrenze Frank Rost aber genauso sicher hielt wie auf der anderen Seite Timo Hildebrand einen Versuch von Lincoln. Vier Minuten nach Wiederbeginn kam es auf VfB-Seiten dann doch zu einem Wechsel. Cacau ersetzte den leicht angeschlagenen Mario Gomez im Angriff. Kevin Kuranyi schoss derweil nach einem Zuspiel von Fabian Ernst wenig später gefährlich auf das VfB-Tor, wo Timo Hildebrand die Kugel mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken konnte. Diese köpfte Kuranyi an die Querlatte des VfB-Kastens. Den Abpraller legte Gerald Asamoah quer auf Ebbe Sand, der in seinem letzten Spiel für die Königsblauen per Kopfballabstauber zum Ausgleich traf. In den folgenden Minuten plätscherte das Spiel vor sich hin, Chancen waren auf beiden Seiten nicht zu bestaunen. Torgefahr kam erst wieder nach 65 Minuten auf, als Lincoln einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum hob, den letztlich aber niemand mehr erreichte, so dass die Kugel am langen Pfosten vorbeiging. Cacau staubte zum 2:1 ab, doch Schalke glückte ein Doppelschlag Die Antwort des VfB gab Cacau im Gegenzug, dessen gefährlichen Distanzschuss Frank Rost mit Mühe zur Ecke lenken konnte. Gustavo Varela versuchte sich auf der anderen Seite ebenfalls aus der Distanz, setzte die Kugel aber Mitte der zweiten Hälfte um gut drei Meter am linken Pfosten des VfB-Tores vorbei. 20 Minuten vor dem Ende der Partie schlenzte Lincoln einen Freistoß aus 23 Metern in Richtung VfB-Tor, aber Timo Hildebrand war zur Stelle und packte sicher zu. Im Gegenzug ging der VfB zum zweiten Mal in Führung. Jon Dahl Tomasson setzte sich in halblinker Position nach einem Pass von Ludovic Magnin durch und schoss aufs Tor, wo Frank Rost den Ball des Dänen nicht zu fassen bekam. Cacau hatte mitgespielt und staubte vor Levan Kobiashvili, der nicht mehr entscheidend eingreifen konnte, zur 2:1-Führung der Veh-Elf ab. Trotz des Rückstandes brachte Schalkes Trainer Mirko Slomka nach 72 Minuten für Gerald Asamoah mit Tomasz Waldoch einen Defensivspieler in die Partie und schenkte auch dem Polen in seinem letzten Match für Königsblau noch etwas Einsatzzeit. Die nächste Chance hatte Jon Dahl Tomasson, dessen Distanzschuss links am Tor vorbeiging. Im Gegenzug war es Ebbe Sand, der nach einem Zuspiel von Rafinha aus der Drehung abzog, allerdings nur die auffangbereiten Arme von Timo Hildebrand fand. Das Schalker Abschiednehmen ging derweil weiter, denn Christian Poulsen, der wie Sand und Waldoch ein letztes Mal für S04 am Ball war, ersetzte 13 Minuten vor Schluss Fabian Ernst. Ausgerechnet der ehemalige VfB-Verteidiger Marcelo José Bordon besorgte zehn Minuten vor dem Abpfiff dann aber den Ausgleich. Ein Freistoß des Brasilianers aus halbrechter Position und gut 28 Metern Torentfernung strich durch die VfB-Mauer hindurch und damit unhaltbar für Timo Hildebrand ins rechte untere Eck zum 2:2-Ausgleich ins Tor. Und nur drei Zeigerumdrehungen später lag der Ball dann erneut im VfB-Kasten. Eine Lincoln-Ecke köpfte Ebbe Sand an die Querlatte und Tomasz Waldoch staubte zum 3:2 für seine Farben ab. Mit Thomas Hitzlspergers Distanzschuss hatte Frank Rost wenig später kaum Mühen, so dass die Schalker Nummer eins die Führung festhalten konnte. Sören Larsen kam derweil eine Minute vor dem Ende noch für seinen Landsmann Ebbe Sand in die Partie, der von den Königsblauen mit viel Applaus verabschiedet wurde. Der Kurzeinsatz von Christian Tiffert, der in Minute 89 für Andreas Beck kam, hatte unterdessen nur noch statistische Bedeutung. Der VfB unterlag auf Schalke unglücklich, was zu einer insgesamt enttäuschenden Saison passte. Trotz zweimaliger Führung und der phasenweise besseren Spielanlage gelang es der Veh-Elf nicht, etwas Zählbares aus dem Pott mit nach Hause zu nehmen. Unkonzentriertheiten in der Defensive und Anfälligkeiten bei Standardsituationen ermöglichten den zum letzten Mal im Schalker Trikot aufspielenden Ebbe Sand und Tomasz Waldoch einen Abschied nach Maß und den Knappen einen glücklichen Erfolg. |
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FC Schalke 04 - VfB Stuttgart 3:2 


