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Hitzlsperger: "Ich will mehr erreichen als im Vorjahr" PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageSein erstes Jahr beim VfB Stuttgart verlief alles andere als erfolgreich, auch bei der Weltmeisterschaft spielte er kaum eine Rolle. Jetzt will Thomas Hitzlsperger endlich Stammspieler werden, sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und weitere Ziele angreifen.

Latex: Herr Hitzlsperger, haben Sie sich bei Ihrer Rückkehr gefragt: "Wo ist meine Mannschaft?"


Thomas Hitzlsperger (24): So schlimm wars nicht. Wir haben zwar ziemlich viele neue Gesichter im Team, aber ich habe mich problemlos wieder eingefunden.


Latex: Vor einem Jahr kamen Sie als Neuzugang von Aston Villa, heute kommen Sie aus dem Urlaub als WM-Fahrer. Spüren Sie einen Unterschied?


Hitzlsperger: Sicher ist es diesmal ein anderes Gefühl. Aber nicht wegen der WM sondern mehr wegen der Umstände. Im Vorjahr war alles neu und unbekannt für mich. Heute fühle ich mich absolut heimisch.


Latex: Ist es ein Vorteil als WM-Fahrer zum Kader zu stoßen? Oder eher ein Nachteil, weil die Konkurrenz schon länger in der Vorbereitung steht?


Hitzlsperger: Weder noch. Ich fühle mich körperlich gut, war bei der Nationalmannschaft bis zum 10. Juli gefordert und habe mich im Urlaub nicht hängenlassen.


Latex: Wie haben Sie sich fit gehalten?


Hitzlsperger: Unser Konditionstrainer Christian Kolodziej hat mir Tipps gegeben; Übungen zur Körperkräftigung oder für Intervallläufe. Ich bin gut vorbereitet.


Latex: Was bringen Sie von der Nationalelf mit?


Hitzlsperger: Die Medaille habe ich daheim gelassen


Latex: ... und sportlich?


Hitzlsperger: Ich habe viel gelernt, habe gesehen, was man erreichen kann, wenn man mit festem Glauben und harter Arbeit an eine Sache geht. Jürgen Klinsmann hat uns seine Überzeugung vom möglichen WM-Titel vorgelebt, hat gezeigt, dass man Ziele formulieren und diese konsequent verfolgen muss, um erfolgreich zu sein.


Latex: Können Sie das den Kollegen weitergeben?


Hitzlsperger: Ich stehe vor meiner zweiten Saison beim VfB und will natürlich mehr erreichen als im Vorjahr, als es wirklich ziemlich schlecht lief. Ich freue mich darauf, mehr Verantwortung zu übernehmen, jetzt, nachdem der Kader im Umbruch steht und sich eine neue Hierarchie bilden muss.


Latex: Was macht Sie so zuversichtlich, dass diese Saison besser läuft?


Hitzlsperger: Leider hat es die Mannschaft im Vorjahr nicht geschafft, sich schnell zu finden. Der Druck war groß, dann die Unruhe um Giovanni Trapattoni, irgendwie lief fast alles schief. Ich hoffe, dass wir diesmal ruhiger arbeiten können und auch schneller eine Einheit bilden. Der Verein hat jedenfalls viel dafür getan, hat gute Verstärkungen geholt, damit wir erfolgreich sind. Jetzt ist hauptsächlich wichtig, dass sich die Neuen schnell integrieren.


Latex: Die Vereinsspitze um Präsident Staudt und Aufsichtsratschef Hundt hält sich auffällig zurück.


Hiltzlsperger: Sie werden sicher auch wissen, dass Ruhe die beste Voraussetzung ist, um erfolgreich sein zu können.


Latex: Wo landet der VfB?

Ich denke, dass unser Kader durchaus Potenzial für einen Platz unter den ersten sechs hat. Thomas Hitzlsperger

Hitzlsperger: Eine genaue Prognose will ich nicht abgeben. Aber ich denke, dass unser Kader durchaus Potenzial für einen Platz unter den ersten sechs hat.


Latex: Für Sie wird es darum gehen, einen Platz in der Startelf zu finden.


Hitzlsperger: Ich gehe ganz gelassen an die Herausforderung ran.


Latex: Ihr Konkurrent wird Antonio da Silva sein, der als Neuzugang wohl einen kleinen Bonus haben dürfte.


Hitzlsperger: Er ist sicher ein guter Spieler, aber ich werde mein Bestes geben und bin sehr zuversichtlich. Und vielleicht spielen wir ja auch beide.


Latex: Trainer Veh sprach im kicker davon, dass er Sie vielleicht sogar hinten links sieht. Wie bei der Nationalelf, wo Sie allerdings nicht gerade glücklich damit waren.


Hitzlsperger: Wir werden uns sicher noch in Ruhe darüber unterhalten. Jetzt gehe ich erstmal davon aus, dass ich im Mittelfeld spiele.


kicker: Ihr Verhältnis zum Trainer schien angespannt, es wurde sogar über einen Wechsel spekuliert.


Hitzlsperger: Kein Gedanke. Ich möchte mich beim VfB durchsetzen. So eine Frage stellt sich nur, wenn der Verein anders plant - und davon ist mir nichts bekannt.

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