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Trainer Armin Veh spielt seinen Kritikern in die Karten PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageIm Vorjahr brach der Präsident seinen Urlaub ab. Um den Krach zwischen Trainer Trapattoni und Torwart Hildebrand zu schlichten. Diesmal bleibt Erwin Staudt in seinem Domizil in der Toscana. Gelassenheit demonstrieren. Oberflächliche Ruhe. Denn hinter den Kulissen werden schon unterschiedliche Szenarien durchgesprochen. Im Brennpunkt: Armin Veh, der seinen Kritikern mit dem 0:3 in die Karten gespielt hat.

Geliebt war der Trainer nie. Allenfalls geduldet. Dennoch setzten die VfB-Verantwortlichen alle Hoffnung in den Trapattoni-Nachfolger, erfüllten weitgehend seine Wünsche. Im Kader, im Trainerstab, Sonderwünsche wie Fitness-Spezialist Günter Kern. Alles für den Erfolg, der gegen den FCN ausblieb und fatal an das erste Heimspiel 2005/06 erinnerte.

Der VfB, favorisiert gegen Köln. Aufbruchstimmung in Klub, Mannschaft, Umfeld - und wieder ein 0:3, das damals wenigstens noch auf 2:3 verkürzt wurde. Mit einer engagierten Leistung, die diesmal ausblieb. Dafür ähnliche Erklärungsversuche wie: "Eine neue Mannschaft braucht Zeit" (Trapattoni). "Wir sind im Umbruch" (Teammanager Horst Heldt). Konnte sich der Italiener damals der Unterstützung der VfB-Bosse sicher sein, trainiert Veh auf Bewährung.


Kritikpunkte hat er selbst geliefert: Lange propagierte der Coach ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute für mehr Offensive. Jetzt lässt er mit zwei defensiven Abräumern vor der Abwehr spielen. Farnerud, extra als Spielmacher hinter den Spitzen geholt, hat angeblich noch Rückstand. Gegen den FCN spielte der Schwede durch - erst defensiv, dann vorne links.

Tomasson fühlt sich sichtlich unwohl im Mittelfeld, muss aber trotzdem hinter der Spitze ran und tut dies entsprechend. Babbel ist in der Abwehr gesetzt, kann mit seiner Erfahrung fehlende Beweglichkeit und Schnelligkeit aber nicht ausgleichen.

Dass Veh nach dem 0:2 teilnahmslos auf der Bank saß statt lautstark auf sein Team einzuwirken, stößt Fans und Bedenkenträgern in der VfB-Führung zudem auf. Immenser Druck für den Trainer, der anders als Staudt keinen Urlaub gebucht hat.

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