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Saturday, 11 February 2012
 
 
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Trotz Cacau-Ausgleich ist Hertha Erster PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageHertha BSC bleibt auch im sechsten Bundesliga-Spiel ungeschlagen und springt mit dem 2:2 gegen den VfB an die Tabellenspitze. Die Schwaben müssen in Berlin seit 1997 weiter auf einen Erfolg warten, verdienten sich aber in der zweiten Hälfte nach dem Pausenrückstand den Punkt, den Cacau per Kopf sicherte. Die Veh-Elf ist auswärts weiter unbesiegt.

Hertha-Coach Falko Götz änderte sein Team nach dem Aus im UEFA-Cup durch das 0:1 in Odense auf drei Positionen. Der zuletzt angeschlagene van Burik rückte für Samba in die Innenverteidigung, Cairo und Neuendorf ersetzten Fathi und Ebert. Die verletzten Leistungsträger Bastürk (Außenbandanriss im Knie) und Gilberto (Syndesmoseriss) fehlten. VfB-Trainer Armin Veh musste weiter auf Meira (Muskelfaserriss in der Wade) verzichten und nahm im Vergleich zum 1:1 in der Liga gegen Frankfurt zwei Umstellungen vor: Boka (Mandelentzündung) und Bierofka (Knieprellung) konnten nicht spielen, Magnin und Hitzlsperger rückten in die Startelf. Der angeschlagene Hilbert (Knieprellung) konnte auflaufen.

Eine klasse Anfangsphase sahen die Zuschauer im Berliner Olympiastadion. Hertha begann nach der UEFA-Pokalpleite äußerst engagiert, doch der VfB schlug bei seinem ersten Vorstoß nach vier Minuten eiskalt zu. Da Silva bediente den auf links gestarteten Magnin, der den Ball in den Strafraum zirkelte. Dort bugsierte Gomez das Leder an Hertha-Torwart Fiedler vorbei ins Tor, Simunic kam zu spät.


Doch die Hertha zeigte sich keineswegs geschockt, spielte weiter munter nach vorne und kam nach einer Ecke zum Ausgleich. Friedrich, von Gomez aus den Augen gelassen, stieg mit Anlauf hoch und wuchtete das Leder per Kopf unhaltbar ins rechte obere Eck (9.). Und es kam noch besser für die Hauptstädter, die sich nach einer tollen, schnellen Kombination selbst belohnten. Cairo legte ab auf Gimenez, der zurück auf Neuendorf. "Zecke" passte auf Chahed, der per Kopf Pantelic bediente. Der Hertha-Torjäger nahm den Ball geschickt an und hoch und versenkte ihn per Seitfallzieher von der Strafraumlinie im linken Toreck (14.).

Nach diesem Traumtor, das die turbulente Anfangsphase abrundete, gönnten sich beide Teams eine Verschnaufpause. Die Partie blieb zwar weiter temporeich, doch die zwingenden Aktionen blieben aus. Berlin erarbeitete sich leichte Vorteile, vor dem Tor wurden die durchaus vorhandenen, erfolgsversprechenden Ansätze aber unkonzentriert abgeschlossen. So in der 40. Minute, als Boateng aus halblinker Strafraumposition verzog, der Ball an der Strafraumlinie bei Cairo landete. Der zögerte in aussichtsreicher Position und spielte dann quer auf Pantelic, der den Ball aber nicht unter Kontrolle brachte.

Die Schwaben hatten vor der Pause durch Hilbert noch eine Chance, doch der Schuss des Ex-Fürthers flog links am Tor vorbei.

Stuttgart investierte im zweiten Durchgang von Beginn an etwas mehr und verlagerte das Spiel in die Hälfte der Berliner. Die Hertha zog sich zurück, der VfB ließ den Ball über viele Stationen laufen und suchte zunächst vergeblich die Lücke. Nach 56 Minuten probierte es da Silva aus der Distanz, doch der Knaller des Ex-Mainzers flog knapp über die Querlatte. Nur eine Minute später wurde der VfB für seine Offensivbemühungen belohnt. Simunic verlor den Ball, der über drei Stationen bei Osorio landete. Der überlief Cairo und flankte über die Hertha-Abwehr hinweg auf Cacau. Der VfB-Angreifer köpfte vom hinteren Fünfmetereck gegen den Lauf von Fiedler ins rechte Eck.

Kurz nach dem Ausgleich hatte Gomez sogar das 3:2 auf dem Fuß, doch von Cacau in Szene gesetzt, vergab der junge VfB-Stürmer frei vor Fiedler. Die Schwaben hatten gegen die nachlassenden Hauptstädter weiter mehr vom Spiel, agierten zielstrebiger und hatten in der 66. Minute die nächste große Chance. Einen Kopfball von Cacau aus kurzer Distanz lenkte Fiedler mit dem Fingerspitzen an die Querlatte.

Die Götz-Elf hatte in der 69. Minute nach einem abgefälschten Pantelic-Schuss durch Gimenez eine Möglichkeit, Delpierre konnte aber ein Gegentor verhindern. In der Schlussphase verlief die Partie ausgeglichen. Es blieb in der über weite Strecken temporeichen und ansehnlichen Partie, in der Hertha in Hälfte eins, der VfB in Durchgang zwei Vorteile hatte, beim leistungsgerechten 2:2.

Die Berliner sind nach der Länderspielpause bei Bayern München gefordert, die Stuttgarter erwarten Bayer Leverkusen.

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