| "Generation Babyspeck" |
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| Beigesteuert von Ralf | |
Sonntagvormittag. Strahlender Sonnenschein liegt über Bad Cannstatt. Frohgelaunte Fußballer arbeiten einen Samstag nach, der das Beste war, seit Armin Veh das Amt des Cheftrainers beim VfB angetreten hat (10. Februar 2006). "Wir haben auch gegen Dortmund und Frankfurt gut gespielt", wollte der Trainer zwar noch den Glanz des Spieltags ausweiten, doch der Makel dieser Partien lag darin, dass sie 1:3 bzw 1:1 endeten; diesmal stand am Ende aber der erste Saison-Heimsieg. Gegen Leverkusen rollte die Kugel ähnlich geschickt und fand darüber hinaus beim ersten Saison-Heimsieg auch noch dreimal den Weg ins Tor des Gegners. Viel zu selten, darin waren sich Beteiligte aus beiden Lagern einig. "Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, dann ist es das ein oder andere Tor, das wir hätten mehr erzielen können", sagte Veh und lag damit goldrichtig. Plötzlich erntet der Fußballtrainer Lobeshymnen, nachdem er monatelang einen schweren Stand hatte. Nicht nur für das starke Spiel, vielmehr ist es Anerkennung für den "Weg, den ich gehen will" (Veh). Sah es zu Beginn der Saison noch so aus, als würde der VfB mit seiner Personalpolitik die Talente blockieren, so entwickelt sich nun etwas, das Fernando Meira so umschreibt: "Die Jungen Wilden sind wieder da. Ich freue mich auf die nächsten Spiele." Stadionsprecher Christian Pitschmann schrie nach dem 1:0 vom "ICE der Jungen Wilden", der abgehe. Zwei Monate ist es her, da sah alles ganz anders aus. Die Aussichten: Osorio blockiert das Talent Beck, wegen da Silva wird Gentner nicht spielen, Gomez wird hinter Tomasson verkümmern - dies waren die Bedenken im August. Doch weil es immer wieder Verletzungen gab, wie jene von Fernando Meira (Muskel) oder am Samstag Ricardo Osorio (Fußprellung), spülte es auch die Talente reichlich in die Bundesliga-Mannschaft. Serdar Tasci (19) profitierte davon, Mario Gomez (21) kann sich wegen der Dauerformkrise von Tomasson richtig freispielen, Roberto Hilbert (21) war ohnehin gesetzt, Andreas Beck (19), Shootingstar der Vorsaison, steht nach langer Pause (Knochenabsplitterung im Knöchel) wieder in den Startlöchern. Ermutigt durch die positiven Erfahrungen schmiss Veh am Samstag ein weiteres Eigengewächs ins Rennen: Sami Khedira (19). Als Fernando Meira (28) erneut seinem schmerzenden Wadenmuskel Tribut zollen musste und Christian Gentner (21) kam, war das Durchschnittsalter der aktuell arbeitenden VfB-Elf plötzlich von 24,18 auf 23,55 gesunken. Das Wort der "Jungen Wilden" kommt bei den Machern des VfB nicht gut an, weil es durch Felix Magaths erfolgreiche Zeit besetzt ist. Damals lag der Schnitt bei rund 26. Wenn das die "Jungen Wilden" waren, dann spielt unter Armin Veh die "Generation Babyspeck". |
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Sonntagvormittag. Strahlender Sonnenschein liegt über Bad Cannstatt. Frohgelaunte Fußballer arbeiten einen Samstag nach, der das Beste war, seit Armin Veh das Amt des Cheftrainers beim VfB angetreten hat (10. Februar 2006). "Wir haben auch gegen Dortmund und Frankfurt gut gespielt", wollte der Trainer zwar noch den Glanz des Spieltags ausweiten, doch der Makel dieser Partien lag darin, dass sie 1:3 bzw 1:1 endeten; diesmal stand am Ende aber der erste Saison-Heimsieg. 


