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Friday, 12 March 2010
 
 
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Vehs Bermuda-Dreieck: Boka, Pardo und Osorio PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageJetzt lobt sogar Timo Hildebrand (27). Der kritische Keeper, der nach schlechten Leistungen seiner Elf gern mal mit offenen Worten Trainer oder Einstellung der Kollegen hinterfragte, war begeistert: "Die Mannschaft hat das gezeigt, was sie schon in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Wir standen über weite Strecken des Spiels sicher in der Abwehr und haben unsere Chancen im entscheidenden Moment konsequent genutzt."

Klingt wie die Beschreibung eines Spitzenteams.

Im Stile eines Europacup-Aspiranten trat der VfB in Aachen auf: abgebrüht, ballsicher, willensstark und spielfreudig. Und mit einem Mario Gomez, der von den Deckern des Aufsteigers nicht zu halten war und an dessen Seite Marco Streller wieder mal zu Torehren kam: Zuletzt war dies am 4.März der Fall beim 4:2-Erfolg bei Hertha BSC. Damals hieß Strellers Arbeitgeber allerdings 1.FC Köln, wohin er für ein halbes Jahr ausgeliehen war. Ins Team gerutscht war der Schweizer, weil sich Cacau im Training eine Muskelverhärtung zugezogen hatte. "Ich wurde einmal gekauft, um Tore zu schießen. Das habe ich getan", freute sich Streller nach seiner acht-monatigen Torflaute. Auch bei der WM blieb er torlos.

Dennoch wäre Cacau am Dienstag gegen den HSV erste Wahl, doch für den Brasilianer wird die Zeit knapp. Gestern, Sonntag, wurde er intensiv behandelt. Sollte es nicht reichen, darf Streller sein neues Selbstbewusstsein bestätigen. Außerdem wird Jon Dahl Tomasson wegen einer Entzündung der Fußsehne weiterhin fehlen. Auch Angreifer Bernd Nehrig fällt derzeit wegen eines Innenbandrisses im Knie aus. Damit blieben Trainer Veh gegen den HSV in Streller und Gomez nur noch zwei etatmäßige Stürmer.


Nach zwei glatten 3:0-Heimsiegen zuletzt gegen Leverkusen und Schalke steigen die Ansprüche des Publikums an die junge VfB-Elf. Doch Trainer Armin Veh warnt: "Der Hamburger SV hat eine starke Truppe. Das wird kein Selbstläufer, sondern ein hartes Stück Arbeit."

Mit jener Formation, die sich nach dem Umbau im Sommer sehr schnell gefunden hat. Vehs VfB hat inzwischen eine klare Struktur: Links und rechts in der Viererkette treiben Artur Boka (23, Elfenbeinküste) und Ricardo Osorio (26) unermüdlich an, Pavel Pardo (30, beide Mexiko) ist im defensiven Mittelfeld das Herz der Truppe. Das ist Vehs "Bermuda-Dreieck", das defensiv wenig zulässt und vorne für Verwüstung beim Gegner sorgt.Diese drei Nationalspieler, dazu der Franzose Delpierre (25) und der Brasilianer da Silva (28) sind die Stabilisatoren, um die herum sich hungrige Talente (wie Hilbert, Gomez, Tasci, Khedira) austoben.

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