| Heldt: Attacke gegen Rafati |
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| Beigesteuert von Ralf | |
Zwei Tage Selbstschutz, um nicht wieder aus der Haut zu fahren. Wie direkt nach dem Schlusspfiff. Als Mario Gomez laut schimpfend wie ein Rohrspatz, wild gestikulierend wie eine Krake und nach allen möglichen Dingen tretend wie ein Rodeo-Hengst (u.a. gegen die Absperrungen der Mixed Zone) in die Kabine eilte.Am Sonntag brach der 21-jährige Stürmer gegenüber dem kicker sein Schweigen. "In Mainz war ich noch auf 200. Es wäre ein Fehler gewesen, zu sprechen", sagt Gomez, den Schiedsrichter Rafati und dessen Entscheidungen auf die Palme gebracht hatten. "Schon nach zehn Minuten sagte er mir, ich solle mich nicht fallen lassen - völlig grundlos! Vielleicht haben ihn Mainzer Spieler dazu angestachelt, keine Ahnung. Ich weiß nur, dass er von da an keinen Freistoß mehr für mich gepfiffen hat." Am Ende auch nicht den klaren Strafstoß, der schließlich das Fass zum Überlaufen brachte. Laut Gomez "bereits der dritte, der bei mir nicht gegeben wurde. Wie in Hannover und gegen Gladbach." Verbal schärfer, dafür aber mit weniger Körpereinsatz reagierte Horst Heldt: "Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter diesen Elfmeter nicht gesehen hat und auch sein Linienrichter nicht. Der Unparteiische hat das Spiel kaputt gepfiffen, war viel zu kleinlich. Er war der schlechteste Mann auf dem Platz." Starker Tobak vom VfB-Manager gegen Babak Rafati, der die Vorkommnisse und die Vorwürfe am Sonntag "nicht kommentieren" wollte. "Ich hatte mit niemandem vom VfB nach dem Spiel Kontakt." Demnach gibt es also auch keinen Grund für Meldungen bzw. Sonderberichte an höhere Instanzen. Zeit, die Partie schnell zu vergessen. Ein Spiel, von dem sich die Stuttgarter mehr erwartet hatten. "Wir wollten mit einem Sieg die Tabellenführung zurückerobern", erzählt Gomez. "Stattdessen haben wir Platz drei verteidigt, was aber auch nicht so schlecht ist." Der Kontakt zur Spitze ist vorhanden, das Saisonziel Europapokalplatz weiterhin greifbar. Jetzt gilt es, die nächsten drei Partien vor der Winterpause - gegen den VfL Bochum in der Bundesliga und im DFB-Pokal sowie gegen Energie Cottbus - positiv zu gestalten. Allerdings zeigen die Stuttgarter leichte Verschleißerscheinungen. Das läuferisch und kämpferisch aufwendige Kurzpassspiel kostet Kraft und Konzentration. Beides neigt sich langsam dem Ende entgegen. Zudem tun sich die Schwaben schwer, wenn sie als Favorit eine Partie dirigieren müssen. Wenn die Gegner - wie jüngst Gladbach und Mainz - auf eine tief stehende Defensive und schnelles Konterspiel setzen. "Wir haben gut kombiniert, waren aber vorne nicht gefährlich genug", bekennt Gomez. Ein Elfmeterpfiff hätte wohl alles geändert. Nicht nur des Stürmers Stimmung. |
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Zwei Tage Selbstschutz, um nicht wieder aus der Haut zu fahren. Wie direkt nach dem Schlusspfiff. Als Mario Gomez laut schimpfend wie ein Rohrspatz, wild gestikulierend wie eine Krake und nach allen möglichen Dingen tretend wie ein Rodeo-Hengst (u.a. gegen die Absperrungen der Mixed Zone) in die Kabine eilte.


