| Schäfer: Nun macht der VfB Ernst |
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| Beigesteuert von Ralf | |
Vor eineinhalb Jahren, im Juli 2005, verlor der 1. FC Nürnberg seinen Kapitän: Tommy Svindal Larsen wechselte zurück in seine norwegische Heimat. Vor der laufenden Saison verlor der Club seinen Kapitän: Mario Cantaluppi zog es zurück in die Schweiz. Seither trägt Torhüter Raphael Schäfer die Binde, und nun läuft der Club ernsthaft Gefahr, sich bald zum dritten Mal binnen kurzer Zeit einen neuen Spielführer suchen zu müssen."Es steht noch nicht fest, ob dies mein letztes halbes Jahr in Nürnberg sein wird", sagte Schäfer gestern, zum Trainingsauftakt imJahr 2007, dem kicker. In der Winterpause ist Bewegung in den Verhandlungspoker geraten, den der Torhüter seit Monaten mit dem 1. FCN führt. Bewegung, ausgelöst durch die Tatsache, dass sich der VfB Stuttgart nach ausgebliebener Einigung mit NationaltorhüterTimo Hildebrand auf die Suche nach einer neuen Nummer eins begeben hat. Und der Wunschkandidat des VfB heißt - Raphael Schäfer. "Ich weiß davon, weil mich mein Kollege Horst Heldt frühzeitig informiert hat", sagt Club-Sportdirektor Martin Bader. Überhaupt nennt er die Vorgehensweise der Schwaben "se-riös und freundschaftlich". Noch im alten Jahr traf sich Heldt mit Schäfer-Berater Steffen Schneekloth zu einem ersten Gespräch. Spätestens danach wusste der VfB-Manager, dass sich Schäfer einen Wechsel nach Stuttgart sehr gut vor-stellen kann. Kunststück, erwartet den 27-Jährigen beim VfB doch ein weitaus höheres Gehalt - das Angebot an Hildebrand sah ein Jahressalär von mehr als zwei Millionen Euro vor - und die Tatsache, dass er dort 2007/08 mit großer Sicherheit international spielen würde. "Ich beschäftige mich derzeit noch nicht mit dem VfB", sagt Schäfer, gibt aber zu, "dass ich vor den spannendsten Monaten meiner bisherigen Karriere stehe". Spannend auch deshalb, weil die Entscheidung nicht allein in seiner Hand liegt. Bader betonte gestern noch einmal, dass er den im Juni auslaufenden Vertrag per Option bis 2008 ausdehnen wird, falls der Torhüter der angebotenen Verlängerung bis 2010 nicht zustimmt. Die Schwaben müssten also eine noch auszuhandelnde Millionenablöse aufbringen. "Entweder die Vereine einigen sich oder nicht", sagt Schäfer. "Danach sehe ich weiter." "Demnächst", so Bader, erwarte er den nächsten Anruf seines Kollegen Heldt, "aber es wird einiger Kreativität seinerseits bedürfen, wenn auch wir über einen Wechsel nachdenken sollen". Noch habe er den Kampf um seinen Kapitän nicht aufgegeben, allein, es sei logisch, dass sich auch der 1. FCN inzwischen auf dem Markt umschaue. "Das ist nun mal der Lauf der Dinge", sagt Bader, "ich kann nachvollziehen, wenn ein Spieler zu einem größeren Verein gehen will." |
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Vor eineinhalb Jahren, im Juli 2005, verlor der 1. FC Nürnberg seinen Kapitän: Tommy Svindal Larsen wechselte zurück in seine norwegische Heimat. Vor der laufenden Saison verlor der Club seinen Kapitän: Mario Cantaluppi zog es zurück in die Schweiz. Seither trägt Torhüter Raphael Schäfer die Binde, und nun läuft der Club ernsthaft Gefahr, sich bald zum dritten Mal binnen kurzer Zeit einen neuen Spielführer suchen zu müssen.


