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VfB zieht am FCB vorbei PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageDer FC Bayern kam am Dienstag gegen Bochum nicht über ein 0:0 hinaus. Das Magath-Team muss Stuttgart an sich vorbeiziehen lassen, das gegen Bielefeld mit 3:2 gewann. Die Partien Gladbach gegen Nürnberg (0:0) und Wolfsburg gegen Frankfurt (2:2) sahen keinen Sieger. Am Mittwoch wartet auf den HSV ein richtungsweisendes Spiel - zu Gast ist Cottbus. Spitzenreiter Bremen steht in Leverkusen auf dem Prüfstand, Schalke empfängt Aachen. Lange Zeit tat sich Bayern München am Dienstagabend gegen den VfL Bochum mehr als schwer. Zwar hatten Makaay und Pizarro zu Beginn gleich zwei gute Möglichkeiten, doch danach stotterte der Motor. Auch im zweiten Abschnitt lief der deutsche Meister nur auf Sparflamme. Das Magath-Team war bemüht, doch es fehlten die Ideen, um die VfL-Abwehr vor Probleme zu stellen. Bochum wurde nun frecher und hatte in der 56. Minute durch Gekas die große Chance zur Führung, doch Kahn rettete. In der Schlussviertelstunde wollten die Bayern den Sieg erzwingen, doch Bochum rettete mit vereinten Kräften den verdienten Punkt über die Zeit. Nach dem zweiten sieglosen Spiel des Jahres droht den Bayern das vorzeitige Aus im Meisterschaftsrennen.
Stuttgart siegt und rückt auf Rang drei

Der VfB Stuttgart begann nach dem deprimierenden 1:4 beim 1. FC Nürnberg engagiert und ging gegen Bielefeld bereits in der 10. Minute durch Gomez in Führung. Doch anstatt nachzusetzen, ließen die Schwaben die Arminen kommen. Folgerichtig fiel noch vor der Pause der Ausgleich durch Eigler. Nach dem Seitenwechsel machten die Stuttgarter dann ernst: Cacau und erneut Gomez trafen zum ersten Sieg im Jahr 2007. Der Anschlusstreffer durch Ahanfouf kam für die Ostwestfalen zu spät. Die Schwaben überholten in der Tabelle damit den FC Bayern München und werden nun auf Rang drei notiert.

Schäfer am Geburtstag nicht zu bezwingen

Wenig Erbauliches bekamen die Zuschauer in der ersten Halbzeit der Partie Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Nürnberg zu sehen. Die Heimelf schoss in den ersten 45. Minuten kein einziges Mal auf das von Schäfer gehütete Club-Tor. Auch die Franken zeigten sich wenig zielstrebig, hatten bei der einzig nennenswerten Chance aber auch Pech, als ein reguläres Tor durch Saenko wegen vermeintlichen Abseits' nicht anerkannt wurde. In Hälfte zwei schaltete die Borussia einen Gang höher. Doch das Heynckes-Team vergab die sich bietenden Möglichkeiten, so dass Club-Keeper Schäfer an seinem 28. Geburtstag seinen Kasten sauber hielt. Da von der zuletzt hoch gelobten Nürnberger Offensive nichts zu sehen war, endete die schwache Partie torlos. Der Club kann mit dem Punkt sicher besser leben als die Gladbacher, die in den Abstiegsrängen stehen bleiben.

Der VfL Wolfsburg erwischte gegen Eintracht Frankfurt einen Blitzstart und ging bereits in der 8. Minute durch Torjäger Klimowicz in Führung. Die Niedersachsen blieben gegen ideenlose und nervöse Hessen das bessere Team, verpassten es aber vor der Pause, das Ergebnis auszubauen. Dies sollte sich im zweiten Abschnitt rächen. Zunächst sorgte Thurk für den Ausgleich, Alex Meier brachte dann die Eintracht in Führung. Immerhin gelang dem eingewechselten Hanke noch der Ausgleich. Beide Teams konnten ihre Krisen mit jeweils drei Niederlagen am Stück nur teilweise beenden.
Die Auftaktsieger wollen nachlegen

Am Mittwoch greifen vornehmlich die Gewinner des ersten Spieltags nach der Winterpause ins Geschehen ein. Die tabellarisch interessanteste Partie steigt in Leverkusen, wo die Skibbe-Elf den Tabellenführer Werder Bremen empfängt. Das 3:2 von Bayer in Aachen hat gezeigt, dass die Routiniers Bernd Schneider (33) und Sergej Barbarez (35) noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Nach 0:2-Rückstand drehten die beiden Kreativkräfte ordentlich auf und bogen die Partie noch um. Besonders der deutsche Nationalspieler glänzte mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack im 281. Erstligaspiel. Herausragend war der Auftritt von Herbstmeister Bremen gegen 96 nicht, doch das Ergebnis (3:0) gestaltete die Schaaf-Elf standesgemäß. Im Mittelfeld lief noch längst nicht alles rund und auch Klose ist noch nicht in Tritt, was zuletzt auch auf die gerade erst auskurierten Adduktorenprobleme zurückzuführen war. Die dürften allerdings nicht dafür verantwortlich gewesen sein, dass der Nationalstürmer gegen Hannover seinen fünften Elfmeter bei den zurückliegenden zehn Versuchen verschoss.

Von der Spitze der Tabelle nun in den Keller. Dort steht der HSV, der beim 1:1 in Bielefeld einmal mehr wichtige Zähler in den Schlussminuten liegen ließ. Insofern ist die Lage vor dem Spiel gegen Cottbus klar. "Ich habe noch nie so eine Drucksituation erlebt", gesteht Abwehrspieler Bastian Reinhardt. Allerdings muss Trainer Thomas Doll wohl erneut wegen Verletzung umstellen, da Guy Demel wieder eine Oberschenkelverletzung davongetragen hat. Immerhin steht der zuletzt suspendierte Timothee Atouba wieder im Mannschaftstraining – Doll überlegt sogar, den Kameruner in die Startelf zu stellen. Dass es für den HSV gegen den FC Energie kein Zuckerschlecken wird, davon können die Gladbacher berichten, die dank "der besten Halbzeit der Saison" (FCE-Coach Petrik Sander) früh auf die Verliererstraße geschickt wurden. Obwohl der zweifache Torschütze Sergiu Radu und Francis Kioyo in vorderster Front gut harmonierten, könnte Sander das Duo auseinanderreißen. Allerdings nur taktisch, denn in Hamburg liebäugelt der Coach mit nur einer Spitze, so dass Radu das Mittelfeld stärkt, in dem Kukielka Gelb-gesperrt fehlt.

Kuranyi will weiter Tore sprechen lassen

Zwei Tore zu schießen und eines aufzulegen, ist immer gut für einen Stürmer. Noch besser ist es, wenn derlei Taten der Bundestrainer live im Stadion beobachtet. Und am besten ist es, wenn dies einem zuletzt ausgemusterten Nationalspieler passiert. Kevin Kuranyi konnte den Platz nach dem 3:1 seiner Schalker in Frankfurt mit stolz geschwellter Brust verlassen. Auch sein Trainer Mirko Slomka wagte sich aus der verbalen Defensive. Er habe Bundestrainer Joachim Löw "über die Trainingsleistung von Kevin informiert" und hoffe, dass "er die Leistung honoriert bekommt". Weitere Tore gegen Aachen wären hierfür die besten Argumente. Dabei könnte ihm die Aachener Abwehrleistung beim 2:3 gegen Leverkusen in die Karten spielen. Offensiv gehören die Alemannen in die Bundesliga, ihr Defensivverhalten allerdings ist abstiegsreif. Immer deutlicher wird, dass Reiner Plaßhenrich als Staubsauger nicht zu ersetzen ist, doch der am Knie operierte Kapitän wird erst nach dem Mittwoch-Spiel wieder einsatzbereit sein.

In zwei weiteren Spielen stehen sich Hannover und Berlin sowie der 1. FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund gegenüber. Bei der Borussia bleibt abzuwarten, wie sie die kleine Sensation mit dem Auftaktsieg über den FC Bayern verdauen, währenddessen warten die Rheinhessen weiterhin auf die Spielerlaubnis des Kolumbianers Elkin Soto. Am Dienstag will die FIFA diese Personalie endgültig klären.

Bei den Hauptstädtern bleibt der Däne Kevin Stuhr Ellegaard im Kasten. Stammkeeper Christian Fiedler steigerte nach seinem Muskelfaserriss zwar das Pensum, doch der Ernstfall in Hannover käme zu früh. Bei den Niedersachsen dominiert das Thema Thomas Buffel derzeit das Geschehen, wobei der Transfer des Mittelfeldspielers von den Glasgow Rangers an der Ablöse hängt. Hannover bietet 1,5 Millionen Euro, den Schotten ist das zu wenig.


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