| Stadt will VfB den Stadionkauf schmackhaft machen |
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| Beigesteuert von Thorsten | |
Verein soll nicht stärker als heute belastet werden - VfB hat bereits 2003 den Umbau markig angekündigt!Der VfB Stuttgart will das Daimlerstadion in eine reine Fußballarena umbauen. Mitte Juni wird die Stadtverwaltung dem Verein vorrechnen, dass der VfB den Kauf des Stadions tatsächlich bewerkstelligen kann. Der Umbau soll zusammen mit einem Investor geschultert werden. Der Verein wolle für das reine Fußballstadion ohne Laufbahn "jetzt richtig Gas geben", ließt sich VfB-Präsident Erwin Staudt am Tag nach der Meisterschaft zitieren. Wo genau der frühere IBM-Manager und VfB-Finanzvorstand Ulrich Ruf den Gasfuß ansetzen, ist bisher ihr Geheimnis. Beide stellen sich, genauso wie der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt, in Sachen Stadionkauf taub und sind nicht zu sprechen. Bereits im Juli 2003 hatten Staudt und Ruf die Herausnahme der Laufbahn und den Umbau des Daimlerstadions für 75 Millionen Euro markig angekündigt und heftig beworben. Für den Gemeinderat blieb damals allerdings die bittere Erkenntnis, dass der Verein noch nicht einmal 15 Millionen Euro Eigenkapital aufbringen konnte. In der Konsequenz wurden Gegengerade und Stadiontechnik für 50 Millionen Euro erneuter, die Leichtathletikarena blieb bestehen und ist weiter im Besitz der Stadt. Dafür, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, will die Stadtverwaltung Mitte Juni selbst sorgen. Dem VfB soll ein Modell vorgestellt werden, das den Verkauf des Stadions an eine vom VfB zu gründende Objektgesellschaft vorsieht. Das Angebot ist dem Vernehmen nach so konzipiert, dass Staudt & Co. es nicht ohne Gesichtsverlust ablehnen können. Der VfB werde "keinesfalls überfordert", heißt es im Rathaus. Als wesentliche Hilfestellung für den Kauf gilt die Vermittlung sehr günstiger Kreditkonditionen. Die Stadt träte als Bürge auf. Das Handikap für den VfB: Die Stadt erwartet, dass der Verein Eigenkapital bringt. 15, besser 20 Millionen Euro sollten es sein, dann könnte die Rechnung Kauf und Umbau mit einem Investor aufgehen. "Was glauben Sie eigentlich, was uns Meisterschaft und Champions League kosten!", rechnet die Pressestelle den VfB schon mal vorsorglich arm. Ein Kaufpreis von 80 Millionen Euro, wie ihn OB Wolfgang Schuster Ende 2005 benannte, sei nicht zu stemmen. Der Preis ist allerdings noch nicht verhandelt. Das Eigenkapital des VfB ist auch ein Pfand für die Kommunalpolitik. Der Gemeinderat zeigt in Sachen Fußballarena zwar Wohlwollen, er will aber Geld sehen, mit dem er gestalten kann. Das Risiko der Bürgin Stadt soll übrigens nicht höher ausfallen als bisher: Aktuell zahlt der VfB aus zwei Bauabschnitten jährlich 3,925 Millionen Euro, 2008 fällt die Rate auf 2,684 Millionen Euro. Für den auf 70 Millionen Euro veranschlagten Umbau müsste der VfB einen Investor ins Boot holen. Die Züblin AG, die das Stadion aus diversen Modernisierungsschritten kennt, gilt als erste Wahl. Man sei "grundsätzlich" interessiert, "sofern sich das für uns rechnet", sagt eine Züblin-Sprecherin. Allein durch den Umbau will der VfB nach eigener Rechnung zwischen fünf und sieben Millionen Euro pro Jahr mehr als bisher aus dem Stadion erlösen. Der Umbau wäre damit zumindest der Papierform nach ohne weiteres finanzierbar. Quelle: Stuttgarter Nachrichten 30. Mai 2007 |
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Verein soll nicht stärker als heute belastet werden - VfB hat bereits 2003 den Umbau markig angekündigt!


