| Neues Stadion für den VfB |
|
|
|
| Beigesteuert von Thorsten | |
|
Meiner Meinung nach der beste Bericht über den Stadionumbau: (Quelle Stuttgarter Zeitung 12.09.2007) Kaufpreis der Stadt bleibt Knackpunkt - Stadtplanungsforum fordert Neubau eines Leichtathletikstadions Der VfB Stuttgart und die Stadt stehen vor einer Einigung über den Kauf des Daimlerstadions. "Ich will den Kauf dieses Jahr abschließen", sagte VfB-Präsident Erwin Staudt am Dienstag. Der Preis sei aber noch nicht endverhandelt. Die Finanzierung des anschließenden Umbaus zur Fußballarena stellt er als unproblematisch dar. Für den auf 65 Millionen Euro geschätzten Umbau des Stadions, bei dem das Spielfeld tiefergelegt und neue, steilere Kurven näher am Spielfeld gebaut werden, sehe er Investoren, sagte Staudt am Dienstag am Rande einer Veranstaltung des Stadtplanungsforums zum Thema, ohne Namen zu nennen. Die Umbausumme könne allein durch die bessere Nutzbarkeit einer reinen Fußballarena finanziert werden. Der VfB rechnet mit 56 000 besser und teurer vermarktbaren Sitzplätzen und 24 zusätzlichen Logen und damit mit insgesamt 14,5 Millionen Euro jährlichen Einnahmen in einem umgebauten Stadion. Eine größere Hürde sieht der vor wenigen Wochen für weitere vier Jahre im Amt bestätigte Präsident im Kaufpreis. Die Stadt, für die Finanzbürgermeister Michael Föll die Verhandlungen führt, will die Immobilie vom VfB offenbar in einer Summe bezahlt haben. Von Föll war laut Stadträten vor der CDU-Gemeinderatsfraktion ein Kaufpreis von 61 Millionen Euro genannt worden. Darin waren zwei Millionen Grunderwerbsteuer enthalten. In einer öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses dementierte der Finanzbürgermeister vor wenigen Wochen diese Zahl, nannte aber keinen aktuellen Wert. Er wolle zu laufenden Verhandlungen nicht Stellung nehmen. "Wir werden in den nächsten Wochen eine Vorlage für den Gemeinderat bringen", kündigte Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) am Dienstag bei der Stadiondiskussion eine baldige Entscheidung an. Im Gemeinderat ist eine Mehrheit für den Verkauf absehbar. Vor allem aus der SPD gibt es Stimmen, die die Aufrüstung zum Beispiel des Stadions Festwiese für große Leichtathletikveranstaltungen fordern. Eisenmann erteilte dieser Forderung eine Absage. Die Diskussion über die Umwandlung in eine reine Fußballarena sei "weit fortgeschritten", und es gehe "nicht darum, ein neues Stadion zu bauen". Die Leichtathletik habe über Jahre zu wenig Präsenz gezeigt, warf sie dem Präsidenten des Württembergischen Leichtathletik-Verbandes, Jürgen Scholz, vor. Scholz warb vor rund 90 Zuhörern im Treffpunkt Rotebühlplatz für den Erhalt der Laufbahn, um Welt- und Europameisterschaften einwerben zu können. Der Vorsitzende des Stadtplanungsforums, Hans Werner Kastner, forderte den Bau eines neuen Leichtathletikstadions "für bis zu 30 000 Zuschauer". Ein derartiges Stadion könne auf dem Wasengelände oder dem Vaihinger Unigelände untergebracht werden. Der Bau könne aus dem Verkaufserlös des Daimlerstadions an den VfB finanziert werden. Dazu müsse der VfB allerdings "den vollen Preis von 70 Millionen Euro zahlen". Kastner warnte vor einem Geldgeschenk an den Bundesligisten. Preisabschläge könnten dem Steuerzahler nicht erklärt werden. "Wir verhandeln über einen fairen Preis", kommentierte Erwin Staudt die Forderung. Er rechnet damit, dass das Land, das die jüngsten Stadionumbauten gefördert hat, auf die Rückzahlung seiner Zuschüsse verzichtet. Deren aktueller Wert liegt bei rund 16 Millionen Euro. Ohne ein Einlenken des Landes könne der VfB den Kauf nicht stemmen, hatten CDU-Stadträte die Gefechtslage vor Wochen kommentiert. "Die Politik soll endlich sagen, was sie will. Wenn der VfB das stemmt, ist das Thema gegessen", wünscht sich Jürgen Scholz ein schnelles Ende der Debatte. |
| < zurück | weiter > |
|---|




