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Beigesteuert von Ralf   
Image7 von 36 möglichen Punkten holten die drei deutschen Klubs in der Champions League an den ersten vier Spieltagen. Von den größeren Nationen mit mindestens drei Startern wurden bisher nur die Holländer (1999/2000, 5 Punkte) und die Griechen (2003/04, 5 Punkte) in der Gruppenphase ärger gerupft. Ein schwacher Trost. Für den deutschen Meister Stuttgart steht das Aus bereits fest, Schalke und Bremen haben nur noch kleine Chancen aufs Weiterkommen - eine verheerende Zwischenbilanz.

Über das Komplett-Aus der Stuttgarter ärgert sich insbesondere auch Bundestrainer Joachim Löw: "Das ist gerade für unsere Nationalspieler wie Mario Gomez und Thomas Hitzlsperger oder Talente wie Serdar Tasci und Sami Khedira nicht von Vorteil, wenn sie international nicht mehr dabei sind", so Löw gegenüber dem Sport-Informations-Dienst sid. Zum schwachen Abschneiden der deutschen Klubs ergänzte der Bundestrainer: "Das ist im internationalen Vergleich schon sehr enttäuschend, darüber muss man sich ernsthaft Gedanken machen."

Bereits am Mittwoch hatte sich Bayern-Kapitän Oliver Kahn ähnlich geäußert: "Man sollte sich fundamentale Gedanken machen. Es kann nicht sein, dass ein Land wie Deutschland immer weiter abrutscht in der UEFA-Fünfjahreswertung. Die Bundesliga ist von außen gesehen ein Top-Produkt, schön verpackt." Doch die goldene Verpackung helfe nicht weiter, wenn man international nicht Schritt hält. "So langsam wird das zum Problem", so Kahn.

Für Stuttgarts Sportdirektor Horst Heldt liegt die Ursache des Problems nicht zuletzt in der finanziellen Ausstattung der deutschen Klubs: "Wenn ein Aufsteiger in die englische Premier League 40 Millionen Euro an TV-Geldern bekommt und wir als deutscher Meister 26 Millionen, dann ist da eine Diskrepanz. Wir wollen nicht ständig über Geld reden, aber wir als Meister konkurrieren mit Aufsteigern der Premier League um Spieler. An diesen Fakten müssen wir uns orientieren. Außer dem FC Bayern hat doch niemand in der Bundesliga die Möglichkeit, mal eben 70 Millionen auszugeben."

Beckenbauer: Deutscher Fußball braucht freien Wettmarkt


Auch Franz Beckenbauer malt die nahe Zukunft des deutschen Fußballs in dunklen Farben. Durch den geplanten Staatsvertrag über ein Sportwettenmonopol erwartet er Einbußen in dreistelliger Millionenhöhe. "Da gehen geschätzte 200 bis 300 Millionen Euro verloren. Direkt nach England, Spanien oder Italien, wo private Wetten erlaubt sind", wetterte Beckenbauer in der Bild-Zeitung. Er spricht sich in diesem Zusammenhang eindeutig für einen liberalisierten Wettmarkt aus und schlägt vor, dass sich Liga, DFB, Politik noch in diesem Jahr zusammensetzen, um eine "bessere Lösung" zu erarbeiten. "Damit der Staatsvertrag nicht in Kraft tritt. Der deutsche Fußball braucht den Markt", ist sich der Kaiser sicher. Erst am Wochenende hatte sich DFL-Präsident Reinhard Rauball gegen das Staatsmonopol ausgesprochen.

Ex-Nationalspieler Rolf Rüssmann sieht bei den deutschen Klubs Schwächen in der Offensive. Im kicker sagte der frühere Bundesliga-Manager: "Bei Chelsea saßen am Dienstag drei Torjäger internationaler Klasse auf der Bank, Shevchenko, Pizarro und Kalou. Bei Schalke spielte mit Larsen ein Mann auf dieser Position, der sich noch nicht mal in der Bundesliga durchsetzen konnte. Auch Valencia besitzt in Morientes, Villa und Zigic Stürmer mit mehr Qualität als Schalke." Auch Rüssmann verweist auf die höheren Etats und damit auch größeren Kader der großen Klubs aus England, Spanien und Italien.

Im Gegensatz zu den deutschen Klubs herrscht bei den Engländern eitel Sonnenschein: Mit dem 4:0 gegen Dynamo Kiew baute Manchester United seine makellose Bilanz auf zwölf Punkte aus und buchte vorzeitig seinen Platz für das Achtelfinale. Gleiches gilt für den FC Arsenal nach einem torlosen Remis bei Slavia Prag im 100. Champions-League-Spiel von Trainer Arséne Wenger.

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