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Friday, 30 July 2010
 
 
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Hitzlsperger in letzter Sekunde PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageZwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebten die Zuschauer in Duisburg. Zunächst war Stuttgart die bessere Mannschaft, kontrollierte das Geschehen und lag zur Pause mit 2:0 in Front. Duisburg erwachte und offenbarte einmal mehr die Schwächen der Stuttgarter in der Defensive und glich verdientermaßen noch aus. Der VfB wankte, feierte aber dank Hitzlspergers Last-Second-Tor noch den dritten Auswärtssieg.

Duisburgs Trainer Rudi Bommer brachte nach der 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg mit Veigneau und dem Ex-Stuttgarter Tiffert zwei Neue. Lamey war nicht im Kader, während Lavric auf der Bank Platz nehmen musste.

Beim deutschen Meister VfB Stuttgart reagierte Trainer Armin Veh auf die 1:3-Schlappe gegen Hertha BSC und setzte im Mittelfeld wieder auf Pardo an Stelle von Khedira. Den gelb-rotgesperrten Delpierre ersetzte Tasci und Marica begann für Cacau.

Die Partie nahm nur mühsam Tempo auf. Beide Mannschaften agierten sehr vorsichtig, rückten nur langsam nach. Vor allem bei den Stuttgartern gingen die Bälle schon im Spielaufbau wieder verloren. Mit der ersten Torchance gingen die Gäste dann glücklich in Führung. Im rechten Halbfeld hatte Hilbert viel Zeit, weil Tararache und Georgiev nicht entscheidend angreifen. Seine Flanke auf den ersten Pfosten musste Gomez aus vier Metern nur noch einnicken.

Auch danach blieb das Tempo gering. Aus dem Spiel heraus kam die Bommer-Elf überhaupt nicht vors Tor. Auch aus Standardsituationen wurde kein Kapital geschlagen. Aus dem Mittelfeld fehlten die Ideen, so dass Niculescu und Mölders kaum Bälle sahen. Stuttgart verlegte sich aufs Kontern und erzielte mit der zweiten Chance fast den zweiten Treffer. Diesmal durfte Pardo unbedrängt eine Flanke schlagen. Gomez verfehlte das Tor jedoch knapp (27.). In der 34. (!) Minute musste Ulreich erstmals eingreifen, als er einen Schuss von Georgiev sicher abfing. Zudem musste Duisburg gleich zwei angeschlagene Spieler vorzeitig vom Platz nehmen: Für Veigneau kam Weber (26.) und Ishiaku ersetzte Grlic (40.).

Die schlechte Leistung der Zebras wurde durch individuelle Fehler ergänzt. Georgiev vertändelte gegen Pardo, der auf Gomez passte. Aus zehn Metern schoss der Stuttgarter schließlich zum 2:0 ein (41.).


Nach der Pause waren die Duisburger plötzlich viel präsenter und setzten die Stuttgarter sofort unter Druck, was in der ersten Hälfte überhaupt nicht funktionierte. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem sehenswerten Freistoßtreffer brachte Niculescu die "Zebras" wieder in die Partie und sofort kehrte die Verunsicherung bei den Schwaben zurück, was nicht folgenlos blieb. Der Ex-Stuttgarter Tiffert passte für Ishiaku in die Gasse, der alleine auf Ulreich zulaufend das 2:2 erzielte (57.).

Die Partie war jetzt völlig offen, wenngleich Duisburg mit einem Niculescu-Freistoß an den Pfosten die beste Möglichkeit hatte (70.). Von der Veh-Elf kam jetzt zu wenig. Häufig wurde der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, was Duisburg zu schnellen Tempogegenstößen nutzte. Die beste Einschussmöglichkeit vergab dabei Tiffert (74.).


Stuttgart bekam auch in der Schlussphase die Partie nicht mehr in den Griff. Im Gegenteil war Duisburg weiter im Vorwärtsgang und wollte den Sieg, den sich dann aber der VfB "klaute". In der Nachspielzeit schoss Hitzlsperger aus sechs Metern doch noch zum glücklichen 3:2 ein (90.+2).

Der MSV Duisburg erwartet am Samstag Arminia Bielefeld zum Kellerduell, der VfB Stuttgart kreuzt zeitgleich mit dem Karlsruher SC die Klingen.

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