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Friday, 30 July 2010
 
 
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Heldt will keine KSC-Profis PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageDer Sportdirektor des VfB Stuttgart, Horst Heldt, hat es ausgeschlossen, einen Spieler des Karlsruher SC zu verpflichten. Diesen Entschluss begründete Heldt mit der schwäbisch-badischen Rivalität. Damit hat der Rheinländer etwas Brisanz aus dem am kommenden Samstag stattfindenden Derby genommen. Zudem verkündete VfB-Trainer Armin Veh, dass ein Verkauf von Mario Gomez nicht in Frage käme.

Die halbe Liga jagt die Emporkömmlinge des Karlsruher SC, doch in Stuttgart steht weder Christian Eichner, noch Mario Eggimmann und auch Markus Miller auf dem Einkaufszettel. Dies hat jedoch nichts mit Geringschätzung vor den guten Leistungen der Karlsruher zu tun, sondern eher mit der uralten Rivalität zwischen Schwaben und Badenern. Beispielsweise endete 1998 die Verpflichtung des jahrelangen KSC-Trainers Winfried Schäfer als Nachfolger des heutigen Bundestrainers Joachim Löw in einem Fiasko. Denn Schäfer wurde wegen seiner badischen Herkunft vom schwäbischen Publikum vom ersten Tag an abgelehnt und wurde unter anderem aus diesem Grund nach gerade einmal fünf Monaten wieder entlassen.

Heldt hat aus der Geschichte gelernt


Horst Heldt war zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht im Amt und ist als Rheinländer nur indirekt vom schwäbisch-badischen Dauerkonflikts betroffen, dennoch hat er aus der VfB-Geschichte gelernt: "Das kann ich ausschließen", sagte der auf eine mögliche Verpflichtung eines KSC-Spielers angesprochene Heldt vor dem Derby an diesem Samstag. "Ich glaube, man würde einem Spieler damit keinen Gefallen tun. Der kann sich hier ja gar nichts erlauben." Sehr gerne möchte man jedoch mit Mario Gomez (zehn Tore) weiter arbeiten. Der Toptorjäger wird laut Armin Veh keinesfalls frühzeitig aus seinem bis 2012 laufenden Kontrakt entlassen.

Schwäbische Aufbauhilfe für den KSC

Auch eine Verpflichtung von Maik Franz wäre für die Schwaben nie in Frage gekommen. War es doch Franz, der im Sommer bei der Aufstiegsfeier Hohngesänge auf den VfB angestimmt hatte. Nun band sich der Innenverteidiger jedoch bis 2011 an die Badener. Damit bleibt er Mannschaftskamerad von vier Ex-Stuttgartern. Denn der KSC nahm immer wieder erfolgreich "schwäbische Aufbauhilfe" im Anspruch. Die ehemaligen VfB-Spieler im Diensten des KSC heißen Markus Miller, Michael Mutzel, Bradley Carnell und Martin Stoll. Karlsruhes Manager Rolf Dohmen reagierte derweil erleichtert auf die Aussage Heldts. "Ich habe schon immer gesagt, Horst Heldt ist mein Freund", sagte er. Heldt hatte einst bei Eintracht Frankfurt unter Sportdirektor und Interimstrainer Dohmen im Mittelfeld gespielt.

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