| Die Roten setzen alles auf eine Karte |
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| Beigesteuert von Thomas Zabojszcz | |
Stadionbesucher zahlen bald nur noch bargeldlosDie Roten setzen alles auf eine Karte: Der VfB Stuttgart bietet seinen Fans einen neuen Service beim Stadionbesuch. In naher Zukunft können Fans des Fußball-Bundesligisten ihre rote Wurst oder ihr Getränk ausschließlich bargeldlos - per Karte - in der Arena bezahlen.Voller Stolz nennt VfB-Präsident dieses Gemeinschaftsprojekt mit einer Bank und einem Kreditkarten-Unternehmen ein "innovatives und multifunktionales Kartenprodukt, das sich ganz an den Wünschen und Bedürfnissen der Fans orientiert". Die Zuschauer hätten so, nachdem sie diese spezielle Karte im Stadion erworben und mit einem Euro-Betrag gefüllt haben, "mehr Zeit für das Wesentliche" - das gemeinsame Fußball-Erlebnis. Für die Zeit vor und während des Spiels mag das zutreffen. Doch die Praxis in München, Gelsenkirchen, Köln, Hannover oder Frankfurt zeigt bisher eher das Gegenteil. Wer sein Guthaben beispielsweise in der Allianz-Arena nach dem Spiel wieder einlösen will, steht sehr lange in einer Schlange. Auch auf Schalke ist der Euro-Transfer von der Knappenkarte in Bargeld nicht immer reibungslos. Vor allem bei Gästen sorgt dieses System eher für Verdruss. Viele lassen ihr Guthaben verfallen, weil sie eilig die Heimreise antreten müssen. Diese Erfahrung machen auch VfB-Fans immer wieder, die ihren Club zu Auswärtsspielen begleiten. Manche verzichten daher ganz auf den Verzehr von Speisen und Getränken in diesen Stadien. "Oft bleibt ein Guthaben übrig", sagt Achim Hennige vom VfB-Fan-Club Cannstatter Jungs. Dass dieses System nun auch in Stuttgart eingeführt wird, macht ihm nichts aus. Im Gegenteil: Er hofft, dass es dank der neuen Karte an den Imbissständen nun noch schneller geht. Aber Hennige denkt auch an die Fans des Gastvereins: "Ich komme ja in 14 Tagen sowieso wieder ins Stadion, aber für die Gästefans ist es sicher nicht so vorteilhaft." Diese Sorge will ihm der VfB nehmen. In der Mercedes-Benz-Arena soll alles besser klappen als in München oder in Gelsenkirchen. Der Club rühmt sich, erstmalig in deutschen Stadien "die nächste Generation des bargeldlosen Bezahlens" einzuführen. In Stuttgart soll es mehr Akzeptanzstellen als anderswo geben, an denen die Fans ihr Restguthaben einlösen können. Sollte das aus zeitlichen oder anderen Gründen nicht klappen, soll der Umtausch auch an ausgewählten Tankstellen und Kiosken möglich sein. Wann genau der VfB im Stadion alles auf eine Karte setzt, ist noch offen. Der Termin richtet sich nach den Erfahrungen einer Probephase, bei der das bargeldlose Bezahlen in ausgewählten Bereichen getestet wird. Stuttgarter Nachrichten 10. Oktober 2008 |
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