| Eine Energieleistung und reichlich Ärger |
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| Beigesteuert von Thomas Zabojszcz | |
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VfB gegen Frankfurt Frankfurt - Mario Gomez hat den VfB Stuttgart wieder einmal vor einer Niederlage bewahrt. Der Nationalstürmer erzielte den späten Ausgleich beim 2:2 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt. Es war ein umstrittener Treffer. Die Emotionen kochten hoch. Erst waren Mario Gomez und Ludovic Magnin außer sich, weil sie den VfB Stuttgart um ein Tor beraubt sahen, dann stürmte nahezu die komplette Elf von Eintracht Frankfurt auf Babak Rafati zu und beschwerte sich vehement. Denn der Schiedsrichter hatte nach Rücksprache mit seinem Assistenten Robert Hartmann den Treffer von Gomez (87.) doch noch anerkannt. Das Resultat: 2:2 - und eine Menge Gesprächsstoff. "Das war kein Foul", sagte Gomez nach dem Zweikampf mit Benjamin Köhler - und die Wiederholungen im Fernsehen bestätigten seine Einschätzung. Lange Zeit hatte es für den VfB jedoch nicht nach einem versöhnlichen Ende ausgesehen, trotz spielerischer Überlegenheit. Die Stuttgarter lagen bereits durch zwei Tore von Nikos Liberopoulos (18./66.) zurück, und erst der Anschlusstreffer durch Martin Lanig (71.) brachte den schwäbischen Fußball-Bundesligisten zurück in die Partie. Schließlich wurde es für die Mannschaft des Trainers Armin Veh dank einer Energieleistung ein erzwungener Punkt. "Das Unentschieden geht in Ordnung, obwohl uns ja noch fast der Siegtreffer gelungen wäre", sagte Veh. Von der Moral her gesehen dürfte dieser Zähler auch einiges wert sein, in der Tabelle steckt der VfB als Elfter aber weiter im Mittelmaß fest. Auch, weil es auswärts zu schlecht läuft. In dieser Saison haben die Stuttgarter in fremden Stadien lediglich in Gladbach (3:1) und Hoffenheim (0:0) Zählbares eingefahren. Zuletzt gab es Niederlagen in Berlin und Hamburg - nach einem ähnlichen Muster. Der VfB war besser oder zumindest nicht schlechter, doch es sprang nichts heraus. Es fehlte wie gestern Abend vor 51.000 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank-Arena an den zwingenden Offensivaktionen, um gehobenen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei wollte Veh den Schwung aus dem gewonnenen Uefa-Cup-Spiel gegen Partizan Belgrad (2:0) mitnehmen und vertraute weitgehend auf die gleiche Mannschaft wie am vergangenen Donnerstag. Es gab nur eine Änderung: Der Kapitän Thomas Hitzlsperger rückte wieder in die Anfangself, dafür musste Roberto Hilbert raus. Auf dem Rasen machte sich das Mitwirken des Nationalspielers aber nicht besonders bemerkbar. Hitzlsperger lief nur so mit - und musste nach einer Stunde für Jan Simak seinen Platz räumen. Dagegen versuchten im Stuttgarter Mittelfeld Elson und Lanig, für Impulse zu sorgen. Beide waren oft am Ball, heraus kam anfangs aber nicht viel. Ein Freistoß von Elson landete am Außennetz (22.). Lanig scheiterte sowohl mit einem Schuss (26.) als auch mit einem Kopfball (36.) am Eintracht-Torwart Oka Nikolov. Auch Ciprian Marica schaffte es nicht, den Frankfurter zu überwinden (42.). Und wären die Gäste zu diesen Zeitpunkt nicht zurückgelegen, man hätte durchaus von einem ordentlichen Auftritt sprechen können. Nicht berauschend zwar, aber doch kontrolliert und spielerisch überlegen. Doch der beste Eintracht-Angriff hatte zum 1:0 geführt. Auch, weil Ludovic Magnin auf der linken Abwehrseite nicht aufmerksam genug war und der VfB-Schlussmann Jens Lehmann den Schuss von Martin Fenin nicht gut genug abwehrte - Liberopoulos bedankte sich. Nach der Pause mangelte es dem Stuttgarter Treiben an Struktur. Vieles wirkte bemüht, aber wenig durchdacht. Es war wie so oft. Der VfB-Gegner knüpfte vor dem eigenen Strafraum ein enges Defensivnetz, und die Veh-Schützlinge kamen nicht durch. Als Liberopoulos gar zum 2:0 einköpfte - nachdem der Eintracht-Stürmer zuvor Elson zu Boden gezerrt hatte und sich Magnin von Fenin düpieren ließ - schien die Partie gelaufen. Nach Lanigs Kopfballtor blies der VfB aber noch einmal zum Angriff. Mit einem weiteren Kopfballtreffer wurden die Mühen belohnt. Cacau flankte von links, Gomez behauptete sich gegen Köhler, und es hieß 2:2, wobei es dafür reichlich Überzeugungsarbeit brauchte. Der Linienrichter Hartmann hatte schließlich das entscheidende Argument. Dennoch wird nun sicher über die Leistungen der Unparteiischen diskutiert werden. Lehmann jedenfalls wunderte sich über die Qualität der Schiedsrichter in der Bundesliga und meinte: "Es muss doch bessere geben." Stuttgarter Zeitung, 10.11.08 |
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