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VfB und Ba - täuschen und tarnen PDF Drucken E-Mail
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Image Stuttgart - Am Mittwoch sollte es so weit sein. Am Mittwoch sollte Demba Ba bei seinem Verein 1899 Hoffenheim zum Rapport erscheinen – zur großen Aussprache nach seinem mehrmals geäußerten Wunsch, den Kraichgau Richtung VfB Stuttgart verlassen zu wollen. Es ist dann aber doch ganz anders gekommen, zumindest, wenn man der offiziellen Lesart Glauben schenkt. Trainer Ralf Rangnick war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, Manager Jan Schindelmeiser weilte angeblich noch auf einer Reise nach Argentinien, und die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gaben zur Auskunft: "Das Gespräch mit Demba Ba soll heute nicht stattfinden." Ganz nach der Devise: Täuschen und tarnen.

Allerdings war aus dem Umfeld des Vereins zu erfahren, dass Schindelmeiser tagsüber im Anflug auf Hoffenheim war - und dass das Treffen mit dem Senegalesen noch für den gestrigen Abend vereinbart war. Schließlich herrscht akuter Gesprächsbedarf, nachdem Ba den Hoffenheimern quasi die Pistole auf die Brust gesetzt hatte. Und auch der VfB will allmählich wissen, woran er ist. Auch in Stuttgart verträgt das Werben um den Angreifer das Schnaufen nicht. Kommt das Gespräch auf Demba Ba, blocken die Strategen vom Cannstatter Wasen mit einem freundlichen, aber bestimmten Lächeln ab: "Ich sage nichts mehr."

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Dennoch deutet manches darauf hin, dass der Marathon in Kürze zum Ziel führt. Zuvor sind allerdings noch zwei Hürden zu nehmen. Da ist die Frage, wie Hoffenheim doch noch zum Einlenken bewegt werden kann, zum anderen geht es um die konkrete Ablöse - wie so häufig in solchen Fällen dürfte beides direkt zusammenhängen. Sprich: Wenn die Kasse stimmt, finden sich auch Mittel und Wege.

Falls nicht, rücken Alternativen wie Roman Pawljutschenko (Tottenham Hotspur) oder Vagner Love (ZSKA Moskau) verstärkt in den Fokus. Der Bremer Claudio Pizarro ist dagegen kein Kandidat für die Nachfolge von Mario Gomez, auch wenn VfB-Manager Horst Heldt sagt: "Er ist ein interessanter Spieler." Aus Reihen der Roten ist aber zu hören, dass Pizarro aus zwei Gründen ausscheidet: Erstens hat der Leihspieler des SV Werder noch zwei Jahre Vertrag beim FC Chelsea, zweitens geht er stramm auf die 31 zu, weshalb Kosten und Perspektive in keinem vernünftigen Verhältnis stehen.

Für die Position im linken Mittelfeld wägt der VfB ab zwischen Milan Jovanovic (Standard Lüttich) und Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen). "Beide stehen bei uns oben auf der Liste", sagte Manager Heldt.


Quelle: Stuttgarter Nachrichten 18.06.2009

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