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Die Ansage des VfB: Demba Ba, letzter Akt!! PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Thomas Zabojszcz   
Image Stuttgart - Ob Demba Ba in der neuen Saison in Hoffenheim oder in Stuttgart spielen wird, kann Horst Heldt noch nicht sagen. Eines weiß der VfB-Manager jedoch genau. "Wir machen keine verrückten Dinge", sagt er. Das ist seine Antwort auf die Ansage aus Hoffenheim, wonach Ba für knapp 20 Millionen Euro zu haben ist. 20 Millionen sind für Heldt fast zehn Millionen zu viel. Aber der Reihe nach. In der vergangenen Woche hat Heldt bei seinem Hoffenheimer Kollegen Jan Schindelmeiser um einen Gesprächstermin gebeten, um über den Transfer von Ba zu verhandeln. Dabei nannte Heldt eine Summe, die aus Stuttgarter Sicht als Ablöse marktgerecht ist. Diese Zahl lag deutlich unter 20 Millionen Euro, worauf Schindelmeiser kategorisch abgeblockt hat - mit der Begründung, das sei selbst dann noch zu wenig, wenn Heldt eine Schippe drauflegen würde. Hoffenheim werde Ba nicht abgeben, es sei denn, der VfB würde etwas ganz Verrücktes machen, hat Schindelmeiser gesagt. "Wir sind nicht verrückt, sondern vernünftig", konterte Heldt. Deshalb fand das Treffen erst gar nicht statt.

Ba drängt intern auf seinen Abgang



Das war's, bis Ralf Rangnick am Sonntag wieder Schwung hineinbrachte. Der Hoffenheimer Trainer machte die Position seines Vereins öffentlich, auch weil Ba intern auf seinen Abgang gedrängt hatte. Als Folge der Rangnick-Offensive gab es am Montag einen Kontakt zwischen Hoffenheim und dem VfB. Das dürfte jedoch der letzte Vorstoß in dieser Sache sein. Ob mehr daraus wird als beim ersten Mal vor ein paar Tagen, hängt davon ab, ob sich die Parteien bewegen. Hoffenheim muss von den 20 Millionen runter, und dem VfB wird nichts anderes übrig bleiben als sein Angebot aufzustocken. Sonst bleiben die Fronten so verhärtet, dass der Wechsel scheitert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist nicht gering. Zwar wäre ein Kompromiss bei rund 15 Millionen Euro theoretisch denkbar, aber praktisch müssten dazu beide Clubs über ihren Schatten springen und ihre bisherigen Vorstellungen erheblich korrigieren. Die handelnden Personen würden Gefahr laufen, ihre Glaubwürdigkeit einzubüßen und als Verlierer dazustehen - hüben wie drüben. Deshalb ist aus Hoffenheim schon zu hören, dass es angeblich Vereine gibt, die für Ba mehr zahlen wollen als der VfB. Und das Signal aus Stuttgart sendet Heldt, indem er zwar sagt, "dass wir uns nach wie vor mit Hoffenheim an einen Tisch setzen wollen" - um andererseits jedoch hinzuzufügen: "Wir arbeiten in solchen Fällen immer mehrgleisig."

Vielleicht ist dieser Satz wie auch der Wink aus Hoffenheim mit den anderen Clubs ein bisschen Taktik, um dem Gegenüber zu zeigen, dass man nicht aufeinander angewiesen ist. Dennoch lässt sich die Aussage von Heldt nach StZ-Informationen präzisieren: neben Ba plant der VfB dreigleisig - mit Klaas-Jan Huntelaar (25, Real Madrid), Vagner Love (25, ZSKA Moskau) und Dieumerci Mbokani (23, Standard Lüttich). Alle drei sollen weniger als 20 Millionen Euro kosten und damit weniger als Ba - zumindest nach dem aktuellen Stand.

Mbokani, Huntelaar, Vagner Love oder doch Ba?



Mbokani spielt für den gleichen Verein wie der auch vom VfB umworbene Mittelfeldakteur Milan Jovanovic (28). Zusammen wurden sie mit Standard belgischer Meister, wozu Mbokani mit 16 Toren beigetragen hat. Allerdings haben seine Berater vom Stuttgarter Interesse nur gehört. Angeblich habe jemand vom VfB den Spieler kürzlich direkt angerufen, teilten die Agenten mit, die am Montag vergeblich versucht hätten, das VfB-Management zu erreichen.

Das deutet darauf hin, dass Mbokani nicht die erste Alternative zu Ba ist. Das sind wohl Huntelaar und Vagner Love. Schwer vorstellbar erscheint allerdings, dass der VfB für Huntelaar wirklich ein Thema ist. Er ist einen Schritt weiter und steht auch bei Juventus Turin auf der Liste - kein Wunder, nachdem er in 23 Spielen für Holland schon 13-mal getroffen hat.

Eine gute Bilanz weist auch Vagner Love auf, speziell im Uefa-Cup, wo er zuletzt in zehn Begegnungen für ZSKA elfmal erfolgreich gewesen ist. Damit war der Brasilianer (26 Einsätze, neun Treffer) Torschützenkönig des Wettbewerbs. Insofern ist Vagner Love wie Huntelaar aber eigentlich auch schon ein zu großes Kaliber für den VfB - im Gegensatz zu Ba übrigens.

Quelle: StZ 23.06.09
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