| Missglücktes Veh-Debüt |
|
|
|
| Beigesteuert von Ralf | |
Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart 2:1 Der VfB unterlag am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung mit 1:2 bei Arminia Bielefeld. Isaac Boakye traf doppelt für die Gastgeber, das VfB-Tor markierte Ludovic Magnin. Neben Armin Veh gab auch Rechtsverteidiger Andreas Beck sein Debüt. Vier Veränderungen gab es beim Debüt von VfB-Cheftrainer Armin Veh in der Bielefelder Schüco-Arena im Vergleich zum 0:0 gegen Werder Bremen am vergangenen Mittwoch, als noch Giovanni Trapattoni auf der VfB-Bank saß. Zwei dieser Änderungen waren verletzungsbedingt, denn Andreas Hinkel (Oberschenkelzerrung) und Thomas Hitzlsperger (muskuläre Probleme) standen nicht zur Verfügung. Für Hinkel kam der erst 18-jährige Andreas Beck vom VfB II zu seinem ersten Bundesligaeinsatz und für Hitzlsperger durfte Christian Gentner im Mittelfeld ran. Zudem spielte Martin Stranzl in der Innenverteidigung an der Seite von Matthieu Delpierre und nahm damit den Platz von Fernando Meira ein. Der Portugiese rückte unter Veh ins Vierermittelfeld vor und agierte dort anstelle von Silvio Meißner, dem genauso nur ein Platz auf der Bank blieb wie Angreifer Danijel Ljuboja. Für den Serben spielte wieder Jon Dahl Tomasson an der Seite von Mario Gomez. In den ersten Minuten tat sich vor beiden Toren nicht viel, da sich die Teams im Mittelfeld weitgehend neutralisierten. Bis zur ersten Halbchance dauerte es neun Minuten. Die Hausherren konterten über die rechte Flanke und Marco Küntzels Hereingabe erreichte im Strafraum David Kobylik, doch der Bielefelder Außenbahnspieler wurde von VfB-Kapitän Zvonimir Soldo am Abschluss gestört, so dass das Tor von Timo Hildebrand nicht in Gefahr geriet. Nach dieser ersten Szene der Partie spielte sich das Geschehen dann wieder weitgehend zwischen den beiden Strafräumen ab, wobei bei beiden Teams der Ball phasenweise flüssig durch die eigenen Reihen lief. Eine Standardsituation nach 17 Minuten führte dazu, dass Timo Hildebrand wieder einmal eingreifen musste, allerdings war der VfB-Keeper nicht wirklich gefordert, als Heiko Westermann einen von einem VfB-Akteur unglücklich verlängerten Freistoß aus spitzem Winkel aufs Tor köpfte, aber nur Hildebrands auffangbereite Arme fand. Die erste VfB-Chance hatte Mario Gomez nach gut zwanzig Minuten, aber Arminias Torhüter Mathias Hain konnte den Schuss des VfB-Angreifers aus halbrechter Position entschärfen. 28 Minuten waren in der Schüco-Arena gespielt als Ioannis Masmanidis mit einem Pass in die Tiefe Rüdiger Kauf suchte, doch Martin Stranzl hatte aufgepasst und konnte den ehemaligen VfB-Spieler am Torabschluss hindern, so dass Timo Hildebrand die Kugel anschließend sicher aufnehmen konnte. Doppelpack von Boakye Wie aus heiterem Himmel kamen die Hausherren dann aber nach etwas mehr als einer halben Stunde zur 1:0-Führung. David Kobylik flankte von der linken Seite in den Strafraum, wo Marco Küntzel per Direktabnahme versuchte auf das VfB-Tor zu schießen. Den leicht verunglückten Schuss staubte Isaac Boakye fünf Meter vor dem Tor in stark abseitsverdächtiger Position zur Führung der Bielefelder ab. Gegen seinen Schuss ins linke untere Eck war Timo Hildebrand chancenlos. Doch die VfB-Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer Ecke von Christian Tiffert bekamen die Ostwestfalen den Ball zunächst nicht aus der Gefahrenzone. Nach einer Kopfballstafette war es Heiko Westermann, der die Kugel aus dem Strafraum köpfte. Allerdings landete das Spielgerät genau vor den Füßen von Ludovic Magnin, der mit einem satten Schuss ins kurze Eck zum 1:1 traf. Eine Zeigerumdrehung später gab es dann Eckstoß für die Arminia und nach einer unzureichenden Kopfballabwehr von Zvonimir Soldo hatte Michael Fink freie Schussbahn, drosch die Kugel aber etwas überhastet über das VfB-Tor. Dies war zugleich die letzte Aktion im ersten Durchgang, so dass es mit einem leistungsgerechten Remis in die Kabinen ging. Die Hausherren kehrten zum zweiten Durchgang unverändert zurück auf den Platz, beim VfB ersetzte Jesper Grønkjær auf der linken Seite im Mittelfeld Christian Gentner. Die erste Chance hatte die Arminia nach einem Schnellangriff über die rechte Seite. Marco Küntzel versetzte VfB-Torschütze Ludovic Magnin und drang in den Strafraum ein, allerdings konnte Timo Hildebrand den Schuss des Außenbahnspielers zur Ecke klären, in deren Anschluss die Zuordnung im Zentrum nicht ganz stimmte und die VfB-Hintermannschaft deshalb erneut im Glück war, dass nicht mehr passierte als ein weiterer Eckstoß. Die Bielefelder Drangperiode hielt aber an und nach einem Pass in die Tiefe auf Ioannis Masmanidis lag das Team des neuen VfB-Coaches Armin Veh dann zum zweiten Mal im Rückstand. Zwar konnte Timo Hildebrand den Schuss des U21-Nationalspielers zunächst noch erstklassig mit dem Fuß parieren, doch Isaac Boakye hatte danach leichtes Spiel, die Kugel zum 2:1 im leeren Tor zu versenken. Magnin und Grønkjær jeweils mit der fünften gelben Karte Der VfB erhöhte nach dem zweiten Gegentor die Schlagzahl und verstärkte die Offensive, während die Bielefelder ihr Heil fortan in Kontern suchten. Um den Druck nach vorne noch zu verstärken kam nach etwas mehr als einer Stunde mit Danijel Ljuboja auch ein frischer Stürmer in die Partie. Der Serbe ersetzte Mario Gomez und war auch gleich mitten im Geschehen, denn in der 65. Minute hätte es eigentlich zum Ausgleich kommen müssen. Jesper Grønkjær setzte sich am linken Flügel durch, hob den Ball ins Zentrum, wo Ljuboja freistehend aus vier Metern den Ball nicht ins Tor, sondern zum Entsetzen der mitgereisten VfB-Fans, am langen Pfosten vorbeiköpfte. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende setzte Armin Veh dann alles auf eine Karte und vollzog den dritten Wechsel. Für Mittelfeldspieler Christian Tiffert kam Angreifer Cacau ins Spiel. Bei den Hausherren kam derweil eine Minute später Roberto Pinto für Marco Küntzel in die Partie. Zwölf Minuten vor Schluss war der VfB dann im Glück, als ein unnötiger Ballverlust dazu führte, dass Roberto Pinto im Strafraum Ioannis Masmanidis bedienen konnte, doch mit vereinten Kräften konnte die Hintermannschaft der Veh-Elf letztlich klären. Ludovic Magnin holte sich wenig später nach einem Foul zudem noch seine fünfte gelbe Karte im Laufe dieser Saison ab und muss deshalb am nächsten Wochenende beim Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 zuschauen. Der VfB versuchte in den letzten Minuten noch einmal Druck aufzubauen, allerdings schlichen sich in das Offensivspiel immer mehr Fehler ein, so dass kaum noch wirkungsvolle Aktionen in Richtung Arminia-Tor zustande kamen. Bielefelds Trainer Thomas von Heesen tauschte unterdessen fünf Zeigerumdrehungen vor Schluss zum zweiten Mal aus und brachte für David Kobylik Artur Wichniarek ins Spiel. Auf Seiten des VfB sorgte unmittelbar danach Jesper Grønkjær für Aufsehen, denn auch der Däne sah noch seine fünfte gelbe Karte der laufenden Runde, so dass auch er gegen Mainz zum Zuschauen verdammt sein wird. Ein dritter Wechsel auf Seiten der Bielefelder in der Schlussminute sollte dazu beitragen, die Uhr schneller ablaufen zu lassen und war nur noch ein taktischer Schachzug. Radomir Dalovic kam für Doppeltorschütze Isaac Boakye ins Spiel. Beim Debüt von Armin Veh als VfB-Chefcoach unterlag der VfB in der Bielefelder Schüco-Arena unglücklich mit 1:2. Nach einer total ausgeglichenen ersten Hälfte und einem leistungsgerechten 1:1, konnte die Arminia unmittelbar nach der Pause für einige Minuten Druck aufbauen und eine in dieser Phase nicht sattelfeste VfB-Hintermannschaft zum zweiten Mal überwinden. In der Folgezeit versuchte der VfB zwar mit viel Engagement noch zum Ausgleich zu kommen, aber nach dem Auslassen einer hundertprozentigen Chance durch Danijel Ljuboja glückte der Veh-Elf nicht mehr allzu viel. Trotz der Niederlage, die auch wegen des umstrittenen ersten Bielefelder Tores unglücklich war, konnte der VfB spielerisch mehr Akzente setzen, als in den Partien zuvor. |
| < zurück | weiter > |
|---|

Der VfB unterlag am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung mit 1:2 bei Arminia Bielefeld. Isaac Boakye traf doppelt für die Gastgeber, das VfB-Tor markierte Ludovic Magnin. Neben Armin Veh gab auch Rechtsverteidiger Andreas Beck sein Debüt. 


