| Spätes Glück |
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| Beigesteuert von Ralf | |
1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 1:1 Im Nachholspiel des 24. Bundesligaspieltages holte der VfB mit einem späten 1:1 beim 1. FC Kaiserslautern einen glücklichen Punkt. Halil Altintop brachte den FCK nach einer Viertelstunde in Führung, der eingewechselte Mario Gomez traf in der allerletzten Sekunde zum 1:1-Ausgleich. Zwei Veränderungen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh beim Nachholspiel in Kaiserslautern im Vergleich zum zurückliegenden 2:0-Erfolg in Hamburg in seiner Startformation vor. Der nach seiner Nasenoperation wieder einsatzbereite Ludovic Magnin ersetzte auf der Linksverteidigerposition Heiko Gerber und für den gelb-gesperrten Silvio Meißner rückte nach seiner Rippenprellung wieder Jon Dahl Tomasson ins Team. Der Däne spielte im Dreiersturm zusammen mit seinem Landsmann Jesper Grønkjær und Danijel Ljuboja, Christian Tiffert agierte dafür statt im Angriff etwas defensiver im Mittelfeld an der Seite von Kapitän Zvonimir Soldo und Fernando Meira. Den ersten Akzent der Partie setzte VfB-Rechtsverteidiger Andreas Hinkel nach wenigen Sekunden. Der Nationalspieler spielte sich zunächst in Richtung FCK-Strafraum durch, suchte dann aber etwas überhastet den Abschluss und verzog deshalb weit. Nach einigen überschaubaren Minuten war es Lauterns Angreifer Halil Altintop, der in Minute neun die erste Chance für seine Farben verzeichnen konnte. Ein Schuss des türkischen Auswahlspielers aus gut 20 Metern strich knapp am linken Pfosten des VfB-Kastens vorbei. Wenig später versuchte es Ervin Skela ebenfalls aus der Distanz, verzog aber mit einem Drehschuss um mehrere Meter. Schon bei einem Konter der Hausherren nach einer VfB-Ecke deutete sich dann an, dass die VfB-Defensive nicht unbedingt ihren sichersten Tag hatte. Halil Altintop wollte nach einem unnötigen Ballverlust der Veh-Elf die weit aufgerückte VfB-Innenverteidigung überlaufen und konnte gerade noch gebremst werden. Nach einer Viertelstunde war der Angreifer der Lauterer dann aber erfolgreich. Matthieu Delpierre verlängerte einen weiten Schlag von Balázs Borbély an der Strafraumgrenze unglücklich per Kopf in Richtung eigenes Tor und Altintop schnappte sich die Kugel vor dem aus dem Tor eilenden Timo Hildebrand, umkurvte den VfB-Schlussmann und schob anschließend zum 1:0 in den leeren Kasten ein. Der VfB hatte zwar danach optisch mehr vom Spiel und kam auch immer wieder gefährlich in den FCK-Strafraum, allerdings fehlte beim letzten Pass die Präzision oder aber die VfB-Angreifer konnten die Fehler in der Abwehr der Pfälzer nicht nutzen. Großchancen für Tiffert und Skela Bis zu einer wirklich klaren Möglichkeit dauerte es schließlich bis zur 29. Minute. Jesper Grønkjær setzte sich einmal mehr auf der linken Seite durch und flankte vom Strafraumeck in die Mitte auf Jon Dahl Tomasson, der zwar nicht mehr an den Ball kam, aber Grønkjærs Hereingabe wurde zum Torschuss und zwang FCK-Keeper Florian Fromlowitz zu einer Glanztat. Auf der anderen Seite konnte Markus Babbel den Lauterer Winterneuzugang Balázs Borbély nach einer Kopfballvorlage im Strafraum gerade noch am Torabschluss hindern. Im Gegenzug bediente Fernando Meira an der Strafraumgrenze Christian Tiffert, der die Kugel kurz annahm und dann überhastet in den Abendhimmel trat. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff war der VfB dann mächtig im Glück, als eine verunglückte Abwehraktion von Zvonimir Soldo an der Strafraumgrenze Ervin Skela zum Torschuss einlud, aber der Albaner schlenzte die Kugel am langen Pfosten vorbei. Doch nur Sekunden später war es wieder das Zusammenspiel zwischen Fernando Meira und Christian Tiffert, das beinahe erfolgsversprechend gewesen wäre. Einen Querpass des Portugiesen schoss der VfB-Mittelfeldspieler in Richtung Pfälzer Tor und sein abgefälschter Ball strich um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Der VfB machte derweil auch den Fehler, dass man versuchte den Ball ins Tor zu tragen. So spielte Andreas Hinkel Sekunden vor der Pause gekonnt Christian Tiffert im Strafraum frei, doch statt entschlossen den Abschluss zu suchen, passte Tiffert quer und fand nur die Beine eines FCK-Verteidigers, so dass es mit einem 0:1-Rückstand aus Sicht der Veh-Elf in die Kabinen ging. Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert zurück auf den Platz. Die erste Aktion gehörte den Gastgebern. Stefan Blank zog aus gut 30 Metern ab, fand aber nur die auffangbereiten Arme von VfB-Schlussmann Timo Hildebrand. Wenig später versuchte es Balázs Borbély mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus, doch das Spielgerät wurde abgefälscht und landete im Toraus. Im Gegenzug bot sich Fernando Meira in zentraler Position die Chance zum Abschluss, aber der Portugiese wurde in höchster Not noch gehindert. Elf Minuten nach Wiederbeginn wechselte FCK-Coach Wolfgang Wolf zum ersten Mal aus und ersetzte den gelb-rot-gefährdeten Balázs Borbély durch Sebastian Reinert. Nach einer knappen Stunde zog Armin Veh nach und brachte Mario Gomez für Jon Dahl Tomasson ins Spiel. Die nächste Chance hatten aber die Hausherren. Der junge Sebastian Reinert setzte sich in halblinker Position gegen Markus Babbel und Zvonimir Soldo durch und schoss dann per Außenrist knapp am kurzen Pfosten des VfB-Tores vorbei. Und Ex-VfB-Spieler Stefan Blank köpfte zwei Zeigerumdrehungen später eine Ecke auf das Dach des von Timo Hildebrand gehüteten Kastens. Gomez traf kurz vor dem Schlusspfiff Mitte der zweiten Hälfte kam schließlich Thomas Hitzlsperger für Fernando Meira in die Partie, um in der Offensive einen weiteren frischen Impuls zu setzen. Da die Mannschaft von Armin Veh deutlich mehr Spielanteile hatte und die Gastgeber in die eigene Hälfte drängten, boten sich den Pfälzern Konterchancen. So war Boubacar Sanogo schon auf dem Weg in Richtung VfB-Tor, doch Ludovic Magnin konnte dem Ivorer in höchster Not noch den Ball vom Fuß spitzeln und somit Schlimmeres verhindern. Die Lauterer blieben zunächst vor dem Tor das gefährlichere Team, was Sanogo wenig später per Kopf nach einer Freistoßflanke von Stefan Blank unter Beweis stellen konnte. Sein Kopfball ging knapp am rechten Pfosten vorbei. In der 74. Minute brannte es dann aber wieder im Strafraum der Lauterer. Jesper Grønkjær flankte von links und im Zentrum verpasste der freistehende Mario Gomez die Kugel um Haaresbreite. Und nur wenige Sekunden später fischte Florian Fromlowitz eine Direktabnahme von Thomas Hitzlsperger aus dem Torwinkel. Der VfB baute in dieser Phase der Partie Druck auf und erarbeitete sich eine weitere Gelegenheit. Danijel Ljuboja suchte mit einem Pass Christian Tiffert, den Axel Bellinghausen gerade noch abblocken konnte. Danach waren wieder die Pfälzer an der Reihe. Stefan Blank zog aus großer Distanz einfach mal ab und der Ball touchierte die Lattenoberkante. Elf Minuten vor dem Ende ersetzte Mihail Mikic bei den Gastgebern Rechtsverteidiger Jon Inge Høiland, der mit Jesper Grønkjær über die gesamte Partie hinweg seine liebe Müh und Not hatte. Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer schenkte dem FCK sechs Minuten vor Schluss schließlich eine Konterchance, als er ein klares Foulspiel an Danijel Ljuboja nicht wertete und Halil Altintop gemeinsam mit Boubacar Sanogo gegen nur einen VfB-Verteidiger in Richtung Timo Hildebrand stürmte, Letzterer aber freistehend das Ziel verfehlte. Der letzte VfB-Wechsel brachte Cacau für den fleißigen Jesper Grønkjær drei Minuten vor dem Abpfiff ins Spiel. Nachdem Ervin Skela eine weitere Konterchance hatte liegen lassen, kam in der Schlussminute noch Daniel Halfar zu einem Kurzeinsatz. Der Youngster ersetzte beim FCK Torschütze Halil Altintop. Als Danijel Ljuboja bereits in der zweiten Minute der Nachspielzeit am reaktionsschnellen Florian Fromlowitz, der per Fußabwehr einen Schuss des Serben aus Nahdistanz entschärfen konnte, scheiterte, schien die Niederlage des VfB schon perfekt zu sein. Doch die folgende Ecke brachte doch noch den späten Ausgleich. Zwar wurde die Hereingabe zunächst noch geklärt, doch Danijel Ljuboja flankte das Spielgerät noch einmal in den Strafraum und fand den Kopf von Matthieu Delpierre. Den Versuch des Franzosen parierte Florian Fromlowitz noch einmal mit Bravour, aber Mario Gomez konnte abstauben und drosch die Kugel zum 1:1 unter die Latte. Der VfB erreichte aufgrund des späten Ausgleichstreffers in Kaiserslautern ein glückliches, aber nicht unverdientes Remis. Nach dem frühen Rückstand hatte die Veh-Elf mehr vom Spiel, war aber lange Zeit vor dem Tor nicht effizient genug. Kaiserslautern ließ vor allem gegen Ende der Partie gegen eine zumeist weit aufgerückte VfB-Mannschaft klare Konterchancen liegen und wurde in letzter Sekunde dafür durch den Treffer von Mario Gomez bestraft. |
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1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 1:1 


