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Ein Punkt dank Cacau PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageBorussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 1:1

Am 26. Spieltag der Fußball-Bundesliga holte der VfB mit einem 1:1-Unentschieden bei der heimstarken Mannschaft von Borussia Mönchengladbach wenigstens einen Zähler. Den Rückstand durch einen Kopfball von Milan Fukal glich der eingewechselte Cacau eine Viertelstunde vor Schluss aus.
Im Vergleich zum 0:0 in der Vorwoche gegen Borussia Dortmund veränderte VfB-Cheftrainer Armin Veh seine Elf beim Gastspiel in Mönchengladbach auf drei Positionen. Für den angeschlagenen Matthieu Delpierre (Adduktorenprobleme) rückte der nach einem Muskelfaserriss wieder genesene Fernando Meira in die Innenverteidigung an die Seite von Markus Babbel. Zudem ersetzte Heiko Gerber als Linksverteidiger Ludovic Magnin in der Viererabwehrkette. Und im Mittelfeld spielte Silvio Meißner nach überstandenem Muskelfaserriss im Oberschenkel für Thomas Hitzlsperger, der sich mit einem Platz auf der Bank begnügen musste.
Nach nur 17 Sekunden und einem Ballverlust der Hausherren unmittelbar nach dem Anstoß bot sich dem VfB gleich die erste Chance. Christian Gentner spielte steil auf Jon Dahl Tomasson, der hauchdünn im Abseits stand und deshalb zurückgepfiffen wurde. In den folgenden Minuten versuchten beide Teams ins Spiel zu finden, was nur zaghaft gelang. Ein zu kurz geratener Rückpass von Bo Svensson brachte nach gut zehn Minuten Jon Dahl Tomasson die nächste Chance ein, der sich zunächst trotz eines Zupfers seines hinterher eilenden Landsmannes durchsetzte, dann aber doch noch gestoppt wurde. Auf den fälligen Freistoß in aussichtsreicher Position nach dem Vorteil, den Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer abgewartet hatte, verzichtete der Referee jedoch zum Unmut der VfB-Spieler. Der VfB hatte fortan optisch mehr vom Spiel, ohne jedoch wirklich gefährlich vor das Tor der Borussia zu kommen, die jedoch ihrerseits ebenfalls große Mühe hatte, etwas Konstruktives zustande zu bringen. Die erste Halbchance resultierte aus einem Kopfball von Wesley Sonck aus großer Distanz im Anschluss an eine Ecke von Eugen Polanski, doch der Ball ging über das Tor von Timo Hildebrand, der nicht eingreifen musste. Gladbachs Nationalspieler Marcell Jansen konnte sich dann in der 26. Minute gleich gegen zwei VfB-Spieler durchsetzen und von der Grundlinie in den Rücken der VfB-Abwehr passen, wo Eugen Polanski aber ungedeckt über die Kugel trat und die bis dahin beste Gelegenheit seiner Elf liegen ließ. Danach verflachte die Partie wieder, weil der VfB nicht mit dem letzten Risiko nach vorne agierte und Gladbach kein Konzept gegen die sichere Defensive der Veh-Elf fand, was ein Verzweiflungsschuss von Wesley Sonck in der 37. Minute dokumentierte, der letztlich weit am VfB-Tor vorbeiging. Und drei Zeigerumdrehungen später versuchte es der Belgier gleich noch einmal, doch der Ball ging in die Wolken.
Fukal traf per Kopf nach einer Ecke

Auf der anderen Seite schnappte die Abseitsfalle der Borussia bei einem Pass in die Tiefe nicht zu, so dass Christian Gentner in Richtung Mönchengladbacher Tor eilen konnte, aber der Schlussmann der Hausherren, Kasey Keller, war schon aus seinem Kasten gekommen und hatte die Kugel mit einem weiten Schlag aus der Gefahrenzone getreten. Dies war die letzte nennenswerte Aktion einer schwachen ersten Hälfte, die folgerichtig torlos geblieben war.
Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Die erste Gelegenheit in Durchgang zwei hatte der aufgerückte Gladbacher Rechtsverteidiger Milan Fukal in der 52. Minute im Anschluss an einen Freistoß von Thomas Broich, aber der Tscheche köpfte die Kugel in aussichtsreicher Position am kurzen Pfosten vorbei. Mit einem Doppelwechsel reagierte der Coach des Gastgebers, Horst Köppel, wenig später auf die dürftige Vorstellung seiner Elf und ersetzte Bernd Thijs und Peer Kluge durch Jörg Böhme sowie Hassan El Fakiri. Böhme war kaum auf dem Platz, als Zvonimir Soldo eine Neuville-Flanke unglücklich vor die Beine des ehemaligen Nationalspielers abwehrte, der beherzt den Abschluss suchte, den Ball aber über das VfB-Tor drosch. Nach einer Stunde lag der Ball dann zwar im Kasten von Timo Hildebrand, doch die vermeintliche Führung der Gladbacher zählte nicht, denn nach einem Freistoß von Thomas Broich hatte sich Wesley Sonck im Zweikampf gegen Silvio Meißner mit dem Ellenbogen beholfen, so dass der anschließende Treffer von Bo Svensson von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zurecht keine Anerkennung fand. 63 Minuten waren im Borussia Park gespielt, als auch Armin Veh zum ersten Mal auswechselte. Mit Mario Gomez kam eine frische Offensivkraft in die Partie. Der junge Angreifer ersetzte Jesper Grønkjær. Mönchengladbach erarbeitete sich in dieser Phase der Partie ein Übergewicht, auch weil der VfB zu tief stand und nicht mehr in die Zweikämpfe kam. Im Resultat schlug sich das Übergewicht des Gastgebers in Minute 69 nieder, als nach einer Ecke von Eugen Polanski Timo Hildebrand nicht entschlossen genug heraus- und Mario Gomez in den Zweikampf mit Milan Fukal kam, so dass der Tscheche leichtes Spiel hatte und per Kopf zum 1:0 traf.

Joker Cacau stach fünf Minuten nach seiner Einwechslung

Unmittelbar nach dem Rückstand brachte Armin Veh mit Cacau für Jon Dahl Tomasson einen weiteren frischen Angreifer ins Spiel. VfB-Angreifer Mario Gomez versuchte nach 74 Minuten seinen Fehler beim Rückstand zu korrigieren, als er aus 20 Metern den Abschluss suchte, aber nur die Arme von Kasey Keller fand. Wesentlich besser machte es Cacau eine Viertelstunde vor Schluss. Christian Tiffert setzte sich zunächst im Mittelfeld gekonnt gegen drei Gladbacher durch und passte danach genau in den Lauf des Brasilianers, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und mit einem Flachschuss aus 16 Metern zum 1:1-Ausgleich traf. Auch Mario Gomez beförderte den Ball wenige Sekunden später in das Tor der Hausherren, aufgrund einer Abseitsstellung fand der Treffer aber zurecht keine Anerkennung. Der dritte und letzte Wechsel bei den Borussen brachte zwölf Minuten vor Schluss Wesley Sonck einen verfrühten Feierabend ein. Für den Belgier kam der Brasilianer Kahe zu einem Kurzeinsatz. Eine schöne Einzelleistung von Fernando Meira brachte vier Minuten vor Schluss der Veh-Elf die Großchance auf drei Punkte ein, die freilich ungenutzt blieb. Der Portugiese setzte sich auf dem linken Flügel gekonnt durch und flankte per Außenrist ins Zentrum, wo Silvio Meißner freistehend die Kugel nicht richtig traf und den Ball rechts am Kasten vorbeisetzte. Doch auch die Gladbacher sollten noch einmal richtig gefährlich vor das VfB-Tor kommen. Ein abgefälschtes Zuspiel von Oliver Neuville erreichte im Strafraum Kahe, der Timo Hildebrand schon umspielt hatte und dann flach auf das Tor schoss, wo Heiko Gerber auf der Linie zur Ecke klären konnte. Und auch nach einem Freistoß von Jörg Böhme brannte es im VfB-Strafraum, da Zé Antonio zum Kopfball kam und das Ziel nur knapp verfehlte. Gladbach warf in den Schlussminuten alles nach vorne und versuchte aufzuholen, was man zuvor versäumt hatte. So ging ein abgefälschter Distanzschuss von Thomas Broich bereits in der Nachspielzeit knapp am linken Pfosten von Timo Hildebrands Tor vorbei. Auch die letzte Ecke im Spiel sollte den Hausherren kein Erfolgserlebnis mehr einbringen, da die VfB-Hintermannschaft mit vereinten Kräften das Remis rettete.

In einer über weite Strecken schwachen Bundesliga-Partie trennten sich Borussia Mönchengladbach und der VfB leistungsgerecht mit 1:1. Die Mannschaft von Armin Veh hatte vor der Pause optische Vorteile, ohne sich große Chancen erspielen zu können. Nach der Pause dominierte der Gastgeber, kam dabei aber auch nur selten vor das VfB-Tor. Nach dem Rückstand aufgrund eines individuellen Fehlers rettete Cacau nach einer schönen Einzelleistung von Christian Tiffert dem VfB noch einen Punkt. Unter dem Strich war Cacaus Treffer schon allein deshalb eine logische Konsequenz, da keine Mannschaft an diesem Nachmittag den Sieg verdient gehabt hätte.

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