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Tuesday, 07 September 2010
 
 
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Schäfer: "Wir lassen uns vorführen" PDF Drucken E-Mail
Beigesteuert von Ralf   
ImageWenigstens ehrlich sind sie. "Bei uns", sagt Mario Gomez, "geht absolut die Ordnung verloren, wenn wir ein frühes Gegentor bekommen. Das darf uns nicht passieren." Ist es aber am Samstag in Rostock, zum wiederholten Mal. 1:3 in Berlin, 0:1 beim KSC, 1:4 in Bremen, jetzt das 1:2 von Rostock - der VfB ist als einzige Mannschaft der Liga noch ohne jeden Punkt in der Fremde.

"Das", rügt Stürmer Gomez, "ist eines Meisters nicht würdig. Wir wissen, dass wir auswärts bisher nur Mist abgeliefert haben."

Unkonzentriertheiten bei zwei Standards - schon stands 0:2. "Wir kriegen auswärts zu viele Gegentore", poltert Sportdirektor Horst Heldt, "es ist immer dasselbe." Viele Chancen, viel Ballbesitz, viel Aufwand - und wenig Ertrag. "Auswärts", gesteht Raphael Schäfer, "lassen wir uns teilweise vorführen. Es kann nicht sein, dass wir vor einem Heimspiel immer so stark unter Druck stehen und die Partie unbedingt gewinnen müssen." Ricardo Osorio, wie das Gros der Kollegen von der Form des Vorjahres ein ganzes Stück entfernt, sagt: "Auswärts fehlt uns die hundertprozentige Konzentration. Zu Hause sind wir eine ganz andere Mannschaft." Entschlossener, zupackender, wacher. "Auswärts stehen wir nicht so gut", räumt Ludovic Magnin ein, "wir müssen uns Gedanken machen."

Vor allem über die individuellen Aussetzer. Beide Rostocker Tore werden intern Schlussmann Schäfer angelastet, der bislang eine durchwachsene Saison spielt und Timo Hildebrand längst noch nicht gleichwertig ersetzt hat. "Ich weiß nicht, ob das erste Tor haltbar war", sagt Heldt, "aber vorm 0:2 war der Ball lange in der Luft." Schäfer griff nicht ein - und nimmt zumindest den ersten Gegentreffer auf seine Kappe: "Das war meine Ecke."

Schäfer war nicht der Einzige, der am Samstag unter Schnitt spielte. Sami Khedira wurde nach einer guten halben Stunde ausgewechselt. "Der Trainer musste nach dem 0:2 etwas machen", sagt der Mittelfeldspieler. "Ich habe das durchaus verstanden." Die grassierende Auswärtsschwäche versteht er hingegen nicht. "An der Taktiktafel", meint Khedira, "kapieren es alle. Nur mit der Umsetzung hapert es."

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