| Gledson: "Ich habe Mist gebaut" |
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| Beigesteuert von Ralf | |
Training morgens um acht Uhr? An einem Sonntag? Klingt ganz nach Strafarbeit. Ist aber alles andere als das. Um einem Teil seiner Spieler einen gemeinsamen Ausflug zum DTM-Rennen am Hockenheimring zu ermöglichen, empfing Trainer Armin Veh das kleine, in Stuttgart verbliebene Häufchen von "Nicht- Nationalspielern" zur Frühschicht. Stinkendes Benzin und brüllende Motoren als Anschauungsunterricht.Vielleicht mit dem Effekt, dass seine Profis herausfinden, wie man auch auf dem Rasen richtig Vollgas gibt. Um nach dem Fehlstart in die Saison wieder Fahrt aufzunehmen. Schon am Samstag in Hamburg, wo vor allem einer auf seine große Chance hofft: Gledson (28), der vergessene Neuzugang. Schäfer, Bastürk, Ewerthon, Marica - sie alle bestimmen die Schlagzeilen. Positiv, negativ, aktiv. Nur von Gledson wird nicht viel gesprochen. Der Verteidiger fristet das Dasein eines Unbeachteten. Eine frustrierende Situation für den Profi, der im Sommer 2007 "mehrere Angebote" vorliegen hatte. "Aber ich wollte nach Stuttgart, weil ich mich mit den Besten messen will." Er kam über die Rolle des Sparringspartners nicht hinaus. Bislang. Denn für das anstehende Spiel beim HSV fällt FernandoMeira rotgesperrt aus. Bleibt Tasci, der derzeit allerdings im Leistungsloch steckt. Und Delpierre, der nach seiner Knieoperation noch Rückstand hat. Vieles spricht also für einen Einsatz des Brasilianers, der ablösefrei von Hansa Rostock kam. Wenn da nicht die erste Runde im DFB-Pokal gewesen wäre. Gledsons erstes und bis heute letztes Pflichtspiel im VfB-Trikot. Beim 2:1 in Wehen fliegt er wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Eine Undiszipliniertheit, mit der er alles zerstörte. Vor allem das Vertrauen des Trainers. "Ich habe wirklich Mist gebaut", sagt Gledson heute zu seinem Aussetzer, ein Nachtreten gegen Wehens Atem. "Aber ich gebe nicht auf. Ich glaube an mich." Gledson kämpft um seine ZukunftOffenbar mehr als Veh an den 1,90 m großen und 93 kg schweren Abwehrspieler, dem er sowieso die Rolle des Ergänzungsspielers zugedacht hatte. Mittlerweile muss sich Gledson nicht nur mit den Besten messen. Er muss sich auch der Konkurrenz vom VfB II erwehren. Talente wie Marco Pischorn (21) oder David Pisot (20), die der Coach verstärkt bei den Profis testet. Vor allem Gledsons Schwächen in der Spieleröffnung und im taktischen Bereich heben seine Stärken im Zweikampf wieder auf. Trotzdem bleibt er optimistisch, kämpft um seine Zukunft: "Ich habe vor allem an meinem Passspiel gearbeitet", so der Verteidiger, der "den Kopf ganz sicher nicht in den Sand stecken" wird. "Ich will mich hier durchsetzen. Daran hat sich nichts geändert - auch wenn es bisher nicht so gut gelaufen ist. Irgendwann kommt meine Chance. Und dann werde ich sie nutzen." Vollgas voraus. |
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Training morgens um acht Uhr? An einem Sonntag? Klingt ganz nach Strafarbeit. Ist aber alles andere als das. Um einem Teil seiner Spieler einen gemeinsamen Ausflug zum DTM-Rennen am Hockenheimring zu ermöglichen, empfing Trainer Armin Veh das kleine, in Stuttgart verbliebene Häufchen von "Nicht- Nationalspielern" zur Frühschicht. Stinkendes Benzin und brüllende Motoren als Anschauungsunterricht.


